Die 43'000-fränkige Grundlagenstudie Aareraum Olten, die im Januar 2017 fertiggestellt wurde und seit Kurzem auf der Homepage der Stadt Olten verfügbar ist, liefert ein Entwicklungskonzept für bauliche Massnahmen fürs rechte Aareufer.

Die Studie hat laut Stadtplaner Lorenz Schmid wertvolle Vorarbeit geleistet, welche auch in die kommende Ortsplanungsrevision einfliesst. «Olten als Stadt am Wasser hat ein Potenzial als identitätsstiftender Erholungs- und Erlebnisraum mit Aufenthaltsqualitäten, welches heute kaum ausgeschöpft wird», heisst es am Anfang des 64-seitigen Berichts, den unter anderem die einheimischen Werk1 Architekten und Planer AG mitverfasst haben.

Olten soll als «Flussstadt» und der «Flussraum als Stadtraum» entwickelt werden. Der Zugang zum Flussufer sowie die Aufenthaltsqualität am Fluss soll verbessert werden. In der Studie werden 25 Grundsätze aufgestellt. Im ersten heisst es sinnbildlich: «Der Flussraum soll mehr verbinden und weniger trennen!» Grundsatz 5 besagt, dass bauliche Zugänge zum Wasser wie Sitzstufen nur zwischen Wildsauplatz und verlängerter Hardegg-Unterführung vorgesehen werden sollen.

Vor allem im Abschnitt Ländiweg soll laut dem 11. Grundsatz ein Aufenthalt ohne Konsumationszwang möglich sein. Gastro-Angebote könnten bei der Bahnhofterrasse und dem Wildsauplatz stehen. Im 13. Grundsatz heisst es, dass die bestehende Böschung dereinst abgetragen werden soll, um zusätzlich den kombinierten Fuss- und Veloverkehr auf dem Ländiweg zu ermöglichen.

Und im Grundsatz 14 schreiben die Autoren, dass die Sanierung des Hauptsammelkanals des Zweckverbands Abwasserregion Olten genutzt werden soll, um beim Ländiweg Treppen bis zum Fluss hinunter zu bauen. Da die Restlebensdauer des Kanals noch 30 Jahre beträgt, sind solche Veränderungen nur dann möglich, wenn dieser hangwärts verschoben wird. (fmu)