Planung läuft

Der erste Weihnachtsmarkt kommt in die Oltner Altstadt

Roger Lang auf dem Ildefonsplatz, wo die Hälfte der Chalets stehen sollen. Zvg

Roger Lang auf dem Ildefonsplatz, wo die Hälfte der Chalets stehen sollen. Zvg

Der Adventsmarkt im Klostergarten wurde 2016 zum letzten Mal durchgeführt. Dieses Jahr gibt es einen Nachfolge-Anlass: Am ersten Adventswochenende findet in der Oltner Altstadt ein Weihnachtsmarkt statt.

Die meisten freuen sich in diesen heissen Tagen auf die bevorstehenden Sommerferien. Bei Roger Lang hat indessen die Planung für die kältere Jahreszeit gerade so richtig begonnen. Der «Kreuz»- und «Rathskeller»-Wirt wird vom 30. November bis zum 3. Dezember nun definitiv den ersten Weihnachtsmarkt in der Altstadt durchführen, wie das OK mitteilt.

Es ist der Nachfolge-Anlass für den letzten Adventsmarkt im Klostergarten vergangenes Jahr. Ab sofort können sich Schausteller via andrea.costin@kreuzolten.ch anmelden: «Es gibt bereits viele Interessenten, aber noch keine Anmeldungen», sagt Lang. Auch die Sponsorensuche ist eben erst angelaufen. Nicht zuletzt steht auch die Bewilligung der Stadt noch aus: Bei der Direktion Öffentliche Sicherheit wurde bisher noch kein Gesuch eingereicht, wie es auf Anfrage heisst.

Roger Lang war der Initiator des Klostermarkts, der insgesamt acht Mal im Garten des Kapuzinerklosters stattgefunden hat, und zieht nun auch die Fäden beim Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende. Der neue Markt soll zwar etwas grösser, aber nicht weniger besinnlich werden als derjenige im Klostergarten. Die Herstellung der 50 Chalets hat Lang aus eigenem Sack vorfinanziert. Diese werden denjenigen im Klostergarten sehr ähnlich sein, welche jeweils nur gemietet waren.

Expansion nicht ausgeschlossen

Die Idee hat er bei der Rätschwyber-Zunft abgeschaut. «Sie haben den Obernaaren-Anlass damals auf dem Ildefons-platz gegeben, mit Ständen und in rotes Licht getaucht.» Die Hälfte der Chalets sollen denn auch rund um den Stadtturm zu stehen kommen; 15 Stände sind am Oberen Graben geplant, die restlichen 10 auf der Fröscheweid. Lang schwebt ein stimmungsvoller Markt mit Ständen möglichst vieler Heimarbeit-Produzenten vor und nicht einfach ein Beizlifest. An den drei Standorten wird es jeweils nur ein Verpflegungsstand geben, um die Bars und Beizen in der Innenstadt nicht zu konkurrieren. Der Erlös der drei Gastro-Stände, welche vom organisierenden Verein Belebung der Altstadt betrieben wird, soll wohltätigen Zwecken zugutekommen. Er will damit auch festgehalten haben, dass er als «Kreuz»- und «Rathskeller»-Wirt nichts am Anlass verdient. Falls der Weihnachtsmarkt gut ankommt, soll der jährlich stattfindende Anlass auch wachsen. Eine Expansion auf die Marktgasse, das Podest der Stadtkirche und später auf die Kirchgasse kann sich Lang gut vorstellen.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Weihnachtsmarkt nicht dasselbe Schicksal ereilt wie das Altstadtfest. Lang hat den Anlass im Jahr 2011 nach 25-jährigem Dornröschenschlaf wiederbelebt. Zur versprochenen Zweitauflage kam es im darauffolgenden Jahr dann trotzdem nicht. Der Grund: Die Oltner Gewerbler zeigten zuwenig Interesse. Er musste die finanzielle Last der ersten Auflage am Schluss selbst tragen: «Ich habe rund 10 000 Franken aus dem eigenen Sack bezahlt.»

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