Olten
Der dümmste Tankstellenräuber der Schweiz verrät sich selber

Dümmer als die Polizei erlaubt: Eine Reihe von besonders blöden Schachzügen hat dazu geführt, dass die Polizei den entscheidenden Anruf gleich vom Tankstellenräuber selbst erhält. Die kuriose Räubergeschichte aus Olten.

Merken
Drucken
Teilen

Nüchtern schreibt die Kantonspolizei Solothurn in einer Polizeimeldung: «Nach dem Raub auf einen Tankstellenshop in Olten gingen bei der Polizei mehrere Hinweise aus der Bevölkerung ein. Gestützt auf diese Meldungen konnte die Kantonspolizei Solothurn am Wochenende den mutmasslichen Täter im Raum Olten anhalten. Er befindet sich in Haft.»

Hinter diesen kurzen Sätzen in Beamtensprache versteckt sich eine schier unglaubliche Geschichte, wie «TeleM1» berichtet: Ein 30-jähriger Schweizer überfällt Ende März die Oltner Ruedi-Rüssel-Tankstelle.

Das tut er mit einem Messer in der Hand. Sein Gesicht und die auffällige Jacke wurden von der Überwachungskamera gefilmt.

Dumm nur: Der Täter wechselt seine Kleider nicht. In Trimbach wird der Täter deshalb erkannt: «Mir kam die Jacke bekannt vor. Ich schaute auf Facebook nach, worauf mir mit wenigen Klicks bestätigt wurde, dass der gesuchte Mann bei uns im Hotel übernachtet. Wir mussten handeln und der Polizei anrufen», so der Küchenchef des Restaurants «zur Kapelle» gegenüber «TeleM1».

Die Polizei rückt an, doch der gesuchte Hotelgast ist nicht da. Trotzdem durchsuchen die Gesetzeshüter das Zimmer. Aus taktischen Gründen machen sie sich wenig später wieder aus dem Staub. Der Beizer solle bei der Polizei Alarm schlagen, sobald der 30-jährige Räuber wieder im Haus ist.

Doch soweit kommt es gar nicht: Als der Täter zurückkommt, bemerkt er, dass sein Zimmer durchsucht wurde. Er ruft gleich selbst bei der Polizei an und gibt dreist an, dass in seinem Hotelzimmer eingebrochen wurde – Minuten später klicken die Handschellen.

Die Auszeichnung als dümmster Tankstellenräuber dürfte er eingeheimst haben! (sha)