Es brauchte am vergangenen Donnerstag kräftige Arme und oft sogar eine Sackkarre für Schwergewichtiges. Gefragt war geschicktes Manövrieren, wenn Grossformatiges nur knapp durch die Türöffnung passte.

Ab und zu kam auch jemand nur mit einer Tasche in der Hand ins Kunstmuseum.

Es war Einlieferungstag für die Werke der 31. Jahresausstellung und man erhielt bereits einen ersten Eindruck von der Vielfalt an Formaten und Techniken der diesjährige kantonalen Übersichtsschau.

Am kommenden Samstag, 5. Dezember, um 18 Uhr ist Vernissage.

Der Tag der Einlieferung hat jeweils seine ganz eigene Atmosphäre. Die Anspannung ist gewichen, ‹man› ist dabei und die Freude darüber ist bei den Künstlerinnen und Künstlern spürbar.

Sorgfältig werden die Arbeiten hineingetragen, dann von Folien, Papieren und Kartons befreit. Es gibt genügend helfende Hände. Ein bisschen ist es wie beim Auspacken von Geschenken, man blickt ringsum in zufriedene, glückliche Gesichter.

Zur Stimmung trägt der von Künstlerhand wunderschön geschmückte Weihnachtsbaum im Foyer bei, der am kommenden Montag um 18 Uhr seine eigene Vernissage haben wird.

Die Künstlerinnen und Künstler begrüssen sich lebhaft, freuen sich über die spontane Begegnung, Es wird begutachtet, diskutiert, man sitzt noch kurz auf einen Kaffee zusammen.

Es geht alles ruhig und entspannt zu. Die Verantwortlichen sind versiert. Wichtige Details werden besprochen wie spezielle Befestigungen, die richtige Abfolge einer Serie, die Funktionsweise von technischen Geräten.

Die kommenden Tage werden hektisch sein. Es bleibt nur wenig Zeit, um aus den vielfältigen Eingaben, die am Donnerstagabend noch kunterbunt durcheinander in den Parterreräumen standen, eine stimmige Ausstellung zu gestalten.

Die Ausstellungsmacherinnen im Kunstmuseum, Dorothee Messmer und Katja Herlach mit ihrem Team, haben bis zum 5. Dezember noch ein gerütteltes Mass an Arbeit.

Dreiköpfige Jury

Die Auswahl der Arbeiten besorgte eine vom Kunstverein eingesetzte dreiköpfige Jury.

Sie bestand in diesem Jahr aus dem Jurypräsidenten Christof Schelbert (Institutsleiter an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW, Künstler und Vorstandsmitglied des organisierenden Kunstvereins Olten) und den beiden externen Juroren Ines Goldbach (Direktorin Kunsthaus Baselland) und Arno Hassler (Künstler, Zürich).

Den hohen Stellenwert dieser wichtigen Ausstellung im kulturellen Jahreskalender zeigt die grosse Anzahl von Bewerbungen für eine Teilnahme.

183 Eingaben mit insgesamt 618 Werke hatte die Jury zu begutachten.

Sie wählte in einem mehrstufigen sorgfältigen Entscheidungsprozess 127 Werke von 59 Künstlerinnen, Künstlern und Künstlerkollektiven aus.

Aus dem Kreis der ausstellenden Kunstschaffenden wird eine Jury, die sich aus Vertretern der Rentsch-Stiftung Olten und des Kunstvereins Olten zusammensetzt, den Preisträger oder die Preisträgerin des mit 6000 Franken dotierten Auszeichnungspreises der Rentsch-Stiftung küren.

Die Preisverleihung, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet, erfolgt in der Vernissage.