Die beiden Betriebe des Vereins Chinderstube Olten weisen eine gute Belegung auf: die Kita Chinderstube über 100 Prozent und der vor drei Jahren eröffnete Chinderhort Neumatt ist bereits sehr gut ausgelastet und damit auf die Zeit ohne Startunterstützung des Bundes vorbereitet.

Eveline Erne, die Präsidentin des Vereins Chinderstube Olten, zeigte sich an der Mitgliederversammlung erfreut darüber, dass der vor drei Jahren gestartete Hort bereits auf einer guten finanziellen Basis betrieben werden kann.

Die durchschnittliche Belegung des von Melanie Daprà geführten Betriebs lag im vergangenen Jahr bei 79,9 Prozent (Vorjahr 56,87 Prozent), im Januar 2013 bereits bei 87,5 Prozent. Dank der Startsubventionen des Bundes weist die Rechnung 2012 des Horts einen Einnahmenüberschuss aus.

Der Überschuss wird als Beitrag an Optimierung der Küche und der Räumlichkeiten der gemieteten Liegenschaft an der Dornacherstrasse 20 eingesetzt, so wird eine Mietzinserhöhung verhindert. Für 2013 kann der Hort zum letzten Mal mit einem auf 14 000 Franken reduzierten Unterstützungsbeitrag des Bundes rechnen.

Die Betriebsrechnung der Chinderstube wies einen kleinen Ertragsüberschuss aus. Dies ist vor allem auf die sehr hohe durchschnittliche Auslastung von 105,61 Prozent zurückzuführen. Das Gesamtbudget der beiden Tagesstätten beläuft sich auf rund 820 000 Franken.

Wie Eveline Erne an der Mitgliederversammlung ausführte, dürfen die sehr guten Zahlen nicht über die ungewisse Situation hinwegtäuschen. Bei tendenziell steigenden Ausgaben sei zurzeit eine Anpassung auf der Einnahmeseite nicht möglich.

Oltner Kitas warten seit 2009 auf eine neue Vereinbarung mit der Stadt, die mehr Flexibilität bei den Tarifen bringen würde. Es sei zu hoffen, dass mit dem Ausscheiden des zuständigen Stadtrates keine weitere Verzögerungen eintreten, so Erne.

20 Jahre im Einsatz

Was das Tagesgeschäft betrifft, sind Präsidentin und Vorstand des Trägervereins sehr zufrieden. Die Leitungsteams der beiden Betriebe blieben in der «bekannten und sehr geschätzten Zusammensetzung» bestehen, wie Eveline Erne anmerkte.

Viel Lob, Blumen und ein Geschenk konnte die Leiterin der Chinderstube, Sandra Beck, entgegennehmen. Ursprünglich als Kinderkrankenschwester ausgebildet, kann sie auf 20 Jahre Einsatz für die Chinderstube zurückblicken.

Sandra Beck war die erste Mitarbeiterin von Chinderstube-Gründerin Conny Fischer und bildete sich stetig weiter, zur Kleinkinderzieherin, Berufsbildnerin und Kitaleiterin.

Aus- und Weiterbildung hat in den beiden Betrieben einen hohen Stellenwert. Zurzeit werden in den beiden Tagesstätten drei Fachfrauen Betreuung ausgebildet.

Wie beim Personal prägt auch bei der Leitung des Trägervereins Kontinuität das Bild: Die Präsidentin und sämtliche Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Der Vorstand setzt sich damit weiterhin wie folgt zusammen: Eveline Erne (Präsidium und Finanzen), Séverine Muggli von Arx (Aktuariat), Susanne Schaffner (juristische Beratung), Heide Troitzsch (Qualitätssicherung) und Benedikt Baschung (Personal). (ms)