Olten
Der Caritas-Laden ist jetzt ein kleines Shoppingcenter

Die Caritas hat gestern Freitag erstmals ihren neuen Laden an der Baslerstrasse geöffnet. Entstanden ist dort ein hübsches Shoppingcenter fürs schmale Portemonnaie.

Urs Huber
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Manuela Robert am Eröffnungstag im Caritas Markt an der Baslerstrasse.

Manuela Robert am Eröffnungstag im Caritas Markt an der Baslerstrasse.

Bruno Kissling

250 Quadratmeter Verkaufsfläche auf vier Etagen: Der gestern Freitag eröffnete Caritasladen an der Baslerstrasse gefällt. Im Vergleich zum alten Standort an der Aarauerstrasse erinnern Interieur und Ambiance jetzt an ein kleines, lichtes Shoppingcenter.

Übersichtlich das Angebot von Brot bis zum Haushalts- und Toilettenartikel. Lift, Einkaufswagen und -körbe inklusive. «Wir haben das Sortiment, abgesehen vom Kleider Secondhand, nicht erweitert», sagt Ladenleiterin Manuela Robert, die mit Caritas mittlerweile ihren zweiten Umzug hinter sich gebracht hat.

Dennoch sticht vieles an der Baslerstrasse deutlicher ins Auge als am alten Standort, wirkt lieblich aufbereitet, hat einen speziellen Platz erhalten. Jedenfalls wirkt es so für den Betrachter.

Kennt sich auch am neuen Ort

Was sich allerdings nicht geändert hat: Im Caritasladen kennt man sich, ob an der Aarauer- oder Baslerstrasse. «Die meisten schon seit vielen Jahren», weiss Robert. Tendenziell kommen immer mehr Kunden, so Robert weiter, und sie grüsst mal hier und mal dort mit Vornamen und fragt nach dem Allgemeinbefinden.

Wer Solches beobachtet, stellt fest: Der Caritas Markt, so heisst der Laden nämlich offiziell, verdient diesen Namen auch. Kundinnen und Kunden gefällts. Die KulturLegi berechtigt sie zum Einkauf an der Baslerstrasse 19; bei Gott keine schlechte Adresse in Olten. «Den Standort konnten wir nur deshalb wählen, weil uns der Liegenschaftbesitzer sehr entgegengekommen ist», sagt Regula Kuhn-Somm, Geschäftsführerin Caritas Solothurn. Wenigstens für fünf Jahre gilt der abgeschlossene Mietvertrag.

Auf Secondhand bauen

Der am neuen Standort ausgebaute Secondhand Kleiderladen unter der Leitung von Sandra Weber ist der eigentliche Ankerpunkt aus betriebswirtschaftlicher Sicht. «Die Kleider bekommen wir ausnahmslos gespendet», sagt Kuhn-Somm. Die Caritas sei daran, das Kleidergeschäft wieder zum Kerngeschäft zu machen.

Alle Kunden, auch solche ohne Kulturlegi, können dort gut erhaltene Kleider, Schuhe und Accessoires zu günstigen Preisen einkaufen. Personen mit einer KulturLegi erhalten 30 Prozent Rabatt. «Erstklassiges aus zweiter Hand», lautet die Affiche zur Secondhand-Idee. Mit dem Erlös will Caritas Solothurn den Caritas-Markt finanzieren. «Das wird nicht von heute auf morgen geschehen», so Kuhn-Somm, die hinter dem Secondhand noch die Gelegenheit sieht, Menschen mit unterschiedlich dicken Geldbeuteln an der Baslerstrasse 19 zusammenzuführen. «Und wenns bloss für einen Moment ist.»

Tendenziell ausgebaut werde im Caritas Markt eher im Non-Food-Bereich. In diesem Segment verspricht man sich eine gewisse Rendite, auch wenn das breite Angebot im Lebensmittelbereich erhalten bleibt.

«Dä Lade isch cool» sagt einer beim Ausgang und lässt das Münz ins Portemonnaie rutschen, eh er die Haare aus dem Gesicht streift.