Olten
Der Boden muss fit gemacht werden für die neue SBB-Lagerhalle

Die SBB bauen in Olten eine 75 Meter lange Lagerhalle. Weil der Boden vorerst mittels eines neuen Verfahrens tragfähiger gemacht werden muss, kommt es noch bis Ende nächster Woche zu grösseren Lärmemissionen.

Adriana Gubler
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Spatenstich mit Gesamtprojektleiter André Aeschbacher und Auftraggeber Dietmar Gessner.

Spatenstich mit Gesamtprojektleiter André Aeschbacher und Auftraggeber Dietmar Gessner.

Bruno Kissling

Die SBB stellen in Olten in direkter Nähe zu ihrem Industriewerk eine Lagerhalle mit einer Fläche von 4700 Quadratmetern auf. Darin sollen künftig Drehgestelle, Räder, Achsen, Bremsscheiben und andere sperrige Ersatzteile gelagert werden. Vor allem die Drehgestelle sind nicht nur unhandlich, sondern mit einem Gewicht von bis zu 18 Tonnen sehr schwer.

Der Boden, auf dem die Lagerhalle gebaut wird, ist allerdings wenig tragfähig, deshalb muss vor dem Bau die Bodenbeschaffenheit verbessert werden.

Weniger Zeit, aber mehr Lärm

Die SBB haben sich entschieden, den Boden mithilfe des Impulsverdichtungsverfahrens tragfähiger zu machen. Dies ist ein neues Verfahren, das in der Schweiz bislang erst einmal angewendet wurde. Dabei wird im Dreisekundentakt ein Gewicht von neun Tonnen aus einer Höhe von 1,2 Metern auf einen runden Stempel fallen gelassen, und so der Boden verdichtet.

Mit jedem Schlag wird die Verdichtung gemessen. Der Vorteil des Impulsverdichtungsverfahrens im Vergleich zu konventionellen Arten, den Boden zu verbessern, liegt vor allem in der kürzeren Bearbeitungszeit. Allerdings sind die Lärmemissionen während des Verfahrens gross.

Projektleiter André Aeschbacher geht davon aus, dass bis Ende nächster Woche die Arbeiten an der Bodenbeschaffenheit beendet sein werden – sofern alles nach Plan verläuft. Danach kann mit dem Bau der Halle begonnen werden. Bis im August 2014 soll diese betriebsbereit sein.

Die 14 Meter hohe Halle mit Flachdach wurde so konstruiert, dass eine Fotovoltaikanlage darauf gebaut werden kann. «In Bezug auf die Statik sind die Voraussetzungen dafür gegeben, zudem ist die Ausrichtung des Flachdachs für die Energiegewinnung geeignet», so Aeschbacher.

Die SBB sehen aber davon ab, selber eine Fotovoltaikanlage bauen zu lassen. Sie planen hingegen, die Dachfläche an Private zu vermieten, die daran interessiert sind, in eine Fotovoltaikanlage zu investieren.