An der 19. Generalversammlung der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu AG (BOGG) im Hotel Arte verabschiedeten die Delegierten der beteiligten Gemeinden sowohl den Geschäftsbericht als auch die Jahresrechnung 2016 diskussionslos und einstimmig. Das informative Heft ist mit dichten Bildern von Fotograf Patrick Lüthy illustriert.

Tatsächlich konnte Verwaltungsratspräsident Peter Schafer die Aktionäre über ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr informieren. Erneut brachte die BOGG rund zwei Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr ans Ziel. Die Fahrgasteinnahmen stiegen gar um gut 11 Prozent. Hier ist anzumerken, dass der Verteilschlüssel der A-Welle sich für einmal zugunsten der BOGG ausgewirkt hat und einen wesentlichen Anteil ausmachte.

Gar um fast zwei Drittel, nämlich von 1,5 Mio. Franken im Jahre 2015 auf 2,4 Mio. Franken 2016 konnte der Umsatz in den Nebengeschäften gesteigert werden. Zu den Nebengeschäften zählen Fahrleistungen, welche die BOGG über den fahrplanmässigen Linienbetrieb hinaus erbracht hat. Dank konkurrenzfähigen Offerten konnte sie für die SBB die Bahnersatzfahrten ausführen, die wegen den kleinen und grossen Baustellen nötig waren. Dies war aber nur möglich, weil das Personal ausserordentliche Leistungen erbrachte.

Die Zugpferde des BOGG-Verwaltungsratspräsident Peter Schafer (links) und Direktor Toni von Arx.

Die Zugpferde des BOGG-Verwaltungsratspräsident Peter Schafer (links) und Direktor Toni von Arx.

VR-Präsident Peter Schafer sprach dem Personal denn auch seine Anerkennung für die hervorragende Teamarbeit aus und bat die Aktionäre um speziellen Applaus. Es blieb aber nicht bei Worten: Als Anerkennung für seine ausserordentliche Einsatzbereitschaft erhielten die Mitarbeitenden des Busbetriebs eine Sonderprämie. Abgesehen davon hat die BOGG den Gesamtarbeitsvertrag der Transportunternehmen nun definitiv eingeführt.

«Chleibematt» genehmigt

Die BOGG erneuert laufend die Fahrzeugflotte. Der erste der neuen diesel-und gasbetriebenen 3-Achs-Gelenkbusse Mercedes Citaro ist bereits im Einsatz. Auf gutem Weg ist auch die geplante Erweiterung der Einstellhalle im Gebiet «Chleibematt» in Wangen. Nachdem die BOGG die ursprünglich angestrebte Gebäudehöhe reduzierte, konnte mit allen Einsprechern schnelle Einigung erzielt werden. Anfangs 2017 hat der Regierungsrat den Gestaltungsplan verabschiedet, und das Bauprojekt kann erarbeitet werden.

Toni von Arx, Direktor der BOGG, bestätigte Schafers Einschätzung: «2016 war für uns ein gutes Geschäftsjahr». Die Zunahme der Passagierzahlen von 1,9 Prozent auf 6,7 Mio. Passagiere liegt über dem Schnitt der A-Welle. Aus buchhalterischen Gründen schlug sich dies jedoch in der Endabrechnung nicht nieder. Bisher wurde ein Generalabonnement vollständig in jenem Jahr verrechnet, in welchem es gekauft wurde. Neu werden die Einnahmen entsprechend der Gültigkeitsdauer des Abos auf das Erwerbs- und das Folgejahr anteilmässig gesplittet. Das hat zur Folge, dass bei der Umstellung 2016 total 1,5 Mio. Fr. auf das kommende Jahr verschoben wurden. So resultiert in der Schlussbilanz trotz gutem Verkehrsertrag ein Minus von 160 000 Franken.

Ende für «kein Ausstieg»

Die Busbetriebe arbeiten an einer ständigen Verbesserung des Angebots. So wird der Fahrplan auf der Linie Lostorf-Olten verdichtet. Demnächst wird überdies eine komplizierte Regelung verschwinden, wie Direktor von Arx erklärte. Weil auf den Linien 505 (Olten–Oensingen) und 571 (Olten–Lostorf) die Fahrzeiten äusserst knapp kalkuliert sind, hiess es jeweils «kein Ausstieg bis Wangen, Kleider Frey» beziehungsweise «ab Trimbach Hagmatt Halt nur zum Aussteigen» und in der Gegenrichtung «1. Halt zum Aussteigen: Trimbach Hagmatt». Inskünftig kann an jeder Haltestelle ein- und ausgestiegen werden, versicherte Toni von Arx .