Olten
Den Heiligen Drei Königen auf der Spur

Zur Feier am 6. Januar: Ein fotografischer Krippenrundgang von Bruno Kissling durch die Kirchen der Region.

Bruno Kissling (Fotos) und Karin Schmid (Text)
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Ankunft der drei Könige: In der St.-Martinskirche in Olten steht eine monumentale Nazarener-Weihnachtskrippe.

Ankunft der drei Könige: In der St.-Martinskirche in Olten steht eine monumentale Nazarener-Weihnachtskrippe.

Bruno Kissling

Spätestens in der Primarschule im Rahmen der Weihnachtsfeier und des Religionsunterrichts hört man von den Heiligen Drei Königen. Im Matthäus-Evangelium handelt es sich um Sterndeuter aus dem Osten, die von einem Wanderstern nach Bethlehem geführt wurden. In der christlichen Tradition wurden aus ihnen drei Könige. Ab Anfang des sechsten Jahrhunderts tauchten im Westen die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar auf. Bei den syrischen Christen hiessen die «Weisen aus dem Morgenland» Larvandad, Hormisdas und Gushnasaph, bei den Armeniern Kagba und Badadilma, bei den Äthiopiern Tanisuram, Mika, Sisisba und Awnison, Libtar, Kasäd.

In der katholischen Kirche werden die drei Könige als Heilige verehrt und am 6. Januar, am «Fest der Erscheinung des Herrn» (Epiphanie) gefeiert. Laut Wikipedia wird dabei «das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die Magier, bei seiner Taufe im Jordan und durch das von ihm bei der Hochzeit zu Kana bewirkte Wunder der Verwandlung von Wasser in Wein» zelebriert. Die Griechisch-Orthodoxen richten das Fest zusammen mit Weihnachten am 25. Dezember aus. Bei den Slawisch-Orthodoxen wird auch Weihnachten am 6. Januar gefeiert.

Als Gaben brachten Kaspar, Melchior und Balthasar zur Geburt von Jesus drei Gaben dar: Gold galt als angemessenes Geschenk für den neugeborenen König. Mit der Myrrhe und dem dem Bereich des Tempels zugeordneten Weihrauch wurde dem von Gott gesandten Arzt und Heiler («Heiland») sowie dem zukünftigen Hohepriester Israels Ehre erwiesen.

In den Kirchen der Region sieht man die Heiligen Drei Könige in diversen Variationen und aus den verschiedensten Materialien – und lassen den Menschen damit trotz bekannter, unwiderlegbarer Geschichte ein wenig Interpretationsspielraum.

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