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Dem EHC Olten fehlen im Wallis die zündenden Ideen

Oltens Torhüter Michael Tobler.

Oltens Torhüter Michael Tobler.

Der EHC Olten unterliegt erstmals in dieser Saison in Visp. Die Oltener verlieren trotz guter Leistung mit 3:4 nach Verlängerung. Lange Zeit sah es so aus, als könnte der EHCO auch im dritten Anlauf gewinnen

Nicht weniger als sechs Stammspielern fehlten beim EHC Olten. Wie angespannt die personelle Situation bei den Gästen war, zeigte die Tatsache, dass Serge Stapfer als Flügel ran musste. Doch die Gastgeber konnten dies vorerst nicht nutzen. Am Ende jedoch fehlte im Spiel Oltens das Überraschungsmoment, als dass man die Partie zu den eigenen Gunsten hätte entscheiden können.

Es ging ganz gut los für die Gäste in der mit 2762 Fans gefüllten Litternahalle. 89 Sekunden waren gespielt, da musste sich Zerzuben im Visper Tor bereits ein erstes Mal geschlagen geben. Die Gewissheit, dass der EHC Olten erstmals seit dem 13. Dezember wieder mit einer Führung aus dem ersten Drittel hervorgehen würde, brachte das 3:1 nach einer guten Viertelstunde.

Nur DaSilva überzeugte

Wüst behielt nach seiner Einzelaktion die Übersicht, bediente DaSilva, und der konnte ohne Probleme einnetzen.

Der Kanadier, übrigens der einzige EHCO-Ausländer, überzeugte am gestrigen Abend nicht nur als Vollstrecker, er sorgte mit seiner Statur auch für die nötige, im Hinblick auf die Playoffs so wichtige Wasserverdrängung im gegnerischen Drittel. Allerdings liess er sich zu einem Revanchefoul hinreissen, welches die angeschlagenen Gastgeber beinahe ins Spiel zurückgebracht hätte.

Keine Ideen

Doch Michael Tobler im EHCO-Tor hielt dicht. Einerseits bekam er viel Unterstützung durch seine Vorderleute, andererseits vermasselten die Visper beste Möglichkeiten. Doch der Anschlusstreffer kam, allerdings erst nach der zweiten Pause, und auch erst im zweiten Nachsetzen. Reber, einer der fünf Neuen, brachte sein Team schliesslich heran, und Dolana glich die Partie mit einer schönen Einzelaktion vier Minuten später gar aus.

Die drei Oltner Treffer aus dem ersten Abschnitt sollten die einzigen an diesem Abend bleiben. Und dies, obwohl der EHCO die Verlängerung mit einem Mann mehr in Angriff nehmen konnte.

Die zündende Idee für den K.-o.-Schlag fehlte aber bei vier gegen drei, und als sich die Oltner wegen zu vielen Spielern auf dem Eis plötzlich in Unterzahl verteidigen mussten, nutzte Viinanen (er stiess von Turku ins Wallis) die goldene Chance zum Extrapunkt. Er lenkte einen Brunold-Distanzschuss unhaltbar ab. (ot)

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