Olten

Das Wandelbar-Festival geht in die zweite Runde – dieses Mal sind Auftritte in acht Bars geplant

Die Damen von der Wandelbar: von links Finja Basan, Tabea Glinz und Nadine Schärer.

Die Damen von der Wandelbar: von links Finja Basan, Tabea Glinz und Nadine Schärer.

Am 28. März findet in den Oltner Bars und Pubs zum zweiten Mal das Wandelbar-Festival statt. Die drei jungen Oltnerinnen wollen nicht nur Schweizer Musikern eine Plattform bieten, sondern auch Bars untereinander besser vernetzen.

«Wir hatten niemals damit gerechnet, dass gleich am ersten Festival so viele Besucher erscheinen würden», sagen Finja Basan, Tabea Glinz und Nadine Schärer voller Freude. Die drei jungen Oltnerinnen sind die Organisatorinnen des Wandelbar-Festivals in Olten, das am 28.März in seine zweite Runde geht. «Mit diesem Festival möchten wir nicht nur Schweizer Musikern eine Plattform bieten, sondern auch Bars untereinander besser zu vernetzen», sagt Nadine Schärer. Ein grosses Ziel dieses abendlichen Festivals soll auch sein, den Ausgang in der Dreitannenstadt attraktiver zu machen.

Dass das Konzept des Wandelbar-Festivals bei den Leuten gut ankommt, bekamen die Organisatorinnen bei der ersten Ausgabe vor rund einem Jahr hautnah mit. «Über 1000 Menschen jeden Alters, haben dem Anlass beigewohnt», sagt Tabea Glinz. Damals konnte das junge Team sieben Bars für seine Sache gewinnen und sieben Interpreten einladen. «In diesem Jahr treten wir in acht Bars auf, von denen drei neu sind», sagt Glinz. Zum einen wären dies der Terminus Club, das Hammer Pub, die Vario Bar und das Restaurant Palmaares. Allgemein sei die Nachfrage der Oltner Bars am Festival sehr gross gewesen. «Jedoch konnten leider nicht alle aufgenommen werden», wie die Organisatorinnen betonen.

Veränderungen sind nur minimal

Sonst verändere sich gegenüber dem ersten Festival aber wenig bis gar nichts. «Dieses Mal fangen wir jedoch mit dem Programm eine Stunde früher an, weil wir eine Bar mehr haben als im letzten Jahr», sagt Basan. Der erste Act findet um 17Uhr im Café Grogg statt, wo der Luzerner Blind Boy De Vita auftreten wird. Jedem Künstler steht eine Bar und gut eine Dreiviertelstunde zur Verfügung. «Wer jedoch nicht jedem Auftritt einer Band beiwohnen möchte, der kann auch in einer der Bars bleiben oder zu einem späteren Zeitpunkt wieder dazu stossen», sagt Basan.

Zwischen den Konzerten haben die Besucher rund eine Viertelstunde Zeit, das Lokal zu wechseln. «Die Atmosphäre der Lokale sollte dabei möglichst mit dem Genre der Bands korrespondieren», sagt Basan. Ob die Künstler nun Newcomer, Junge sind oder doch zu den grösseren Namen in der Musikbranche zählen, ist für die Organisatorinnen weniger wichtig. «Es treten ganz klar nur Schweizer Künstler auf, welche wir hier auch fördern wollen», sagen die Frauen.

Wie sich der Event finanziert

Natürlich stellt sich die Frage: Wie finanzieren die drei jungen Frauen den ganzen Event eigentlich? «Das nötige Geld erhalten wir durch Sponsoren, durch den Erlös aus Kollekten und neuerdings auch von der Rentsch-Stiftung», sagt Tabea Glinz. Die Oltner Stiftung fördert seit Mitte der 1990er-Jahre kulturelle Anlässe im Kanton Solothurn wie auch angrenzenden Regionen. Ein ebenfalls wichtiger und treuer Partner ist, wie im vorherigen Jahr auch, EventOne, der für Ton und Licht am Wandelbarfestival verantwortlich ist.

Die Kunstschaffenden am Anlass werden selber über soziale Medien wie Instagram, deren Website oder E-Mail kontaktiert. Viele von ihnen werden allerdings auch von Nadine Schärer ausgesucht und angeschrieben. Neben ihrem Beruf als Kindergärtnerin ist sie auch im bernischen Musiklabel Mouthwatering Records tätig und kennt sich gut in der Schweizer Musikszene aus. Und was ist mit Werbung? «Hinsichtlich der Vermarktung des Wandelbar-Festivals setzen wir auf soziale Medien, Radio, Regionalblätter, Sponsoren-Flyer sowie Mund-zu-Mund-Propaganda», sagt Basan, welche beruflich im Bereich Marketing tätig ist.

Bleibt abzuwarten, wie viele Besucher sich dieses Jahr aufmachen. «Der Erfolg hängt sicher auch vom Wetter ab. Letztes Jahr hatten wir enormes Glück», erzählt Glinz. Doch auch wenn das Wetter stimmen sollte, so ist dies keine Garantie, dass das Festival stattfindet.

Immerhin sorgt doch seit geraumer Zeit das Corona-Virus für Schlagzeilen und mehrere Grossanlässe mussten inzwischen abgesagt werden. Dieses Problem betrifft natürlich auch die Organisation des Wandelbar-Festivals. «Bezüglich des Corona-Virus sind derzeit Abklärungen am Laufen, ob der Anlass eventuell geschoben werden muss», sagt Basan. Sicher ist also noch nichts. Dennoch hofft die junge Truppe, dass der Anlass am 28.März steigen kann. Auf die Frage, ob ein dritter Anlass denkbar wäre, antworteten die jungen Frauen: «Bisher haben wir fast nur positive Rückmeldungen erhalten. Solange das Wandelbar-Festival bei den Leuten Anklang findet, machen wir dies auch gerne weiterhin für die Menschen in und um Olten.»

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Autor

Patrik Lützelschwab

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