Sie waren bei den letzten Wahlen bestgewählte Stadträtin und nun verlieren sie ihre Direktion Öffentliche Sicherheit, weil sie aufgeteilt wird. Wie nehmen Sie das auf?

Ich habe kein Anrecht auf diese Direktion. In erster Linie bin ich gewählt als Stadträtin, die im Kollegium die Geschäfte bearbeiten muss. Erst in zweiter Linie bin ich Vorsteherin einer Direktion. Weil es kein spezifisches Anforderungsprofil für einen Stadtrat gibt, muss man alles können.

War bei den Diskussionen von vornherein klar, dass Ihre Direktion aufgeteilt werden soll oder gabs auch andere Varianten?

Nein, es wurden auch andere Möglichkeiten gestreift, aber dann verworfen. Weitere Details dazu kann ich aber zurzeit nicht bekannt geben.

Es gab ja Gerüchte, dass Sie ohne die Stadtpolizei nicht ausgelastet wären. Die werden nun bestätigt.

Ich war auch in Zeiten der Stadtpolizei nie Polizeikommandant und damit operativ tätig. Weil die Polizei nun keine eigene Abteilung der Stadt mehr ist, wurde der Koordinationsaufwand mit der Kantonspolizei grösser. Die Sicherheit als Aufgabe der Stadt bleibt sich ja gleich. Daher gab es für mich in den letzten Wochen seit der Stadtpolizei-Auslagerung nicht weniger zu tun.

Sie dürfen Sie sich nun eine neue Direktion wählen. Als Lehrerin steht Ihnen die Direktion Bildung und Sport doch am nächsten.

Die Direktion muss nichts mit meinem Beruf zu tun haben. Als Direktionsleiterin führt man strategisch und nicht operativ. Zudem ist die Gefahr gross, dass man sich zu stark einmischt, wenn man sich mit der Materie zu gut auskennt.

Treten Sie bei den nächsten Wahlen 2017 überhaupt nochmals an?

Das habe ich noch nicht entschieden. Ich bin Grossmutter geworden und hätte auch privat noch ein paar Sachen vor. Die Motivation als Stadträtin ist aber sicher noch vorhanden.