Olten

Das sagt der «Terminus»-Besitzer zu Kontaktdaten und Maskenpflicht

Der Terminus Club kontrolliert die Identitätskarte, um die Richtigkeit von Kontaktdaten zu überprüfen. (Archiv)

Der Terminus Club kontrolliert die Identitätskarte, um die Richtigkeit von Kontaktdaten zu überprüfen. (Archiv)

Am Dienstagabend wurde bekannt, dass eine mit dem Coronavirus infizierte Person, am Samstag im Club Terminus feierte. Der Besitzer sprach vor Bekanntwerden des Falls über das schlechte Kontaktdaten-Management in Zürich und die Schutzmassnahmen im Oltner Club.

300 Clubbesucher in Zürich infiziert, 20 Clubgänger in einer Spreitenbacher Bar und 6 Partygänger im Kanton Graubünden; der «Superspreader» wurde nach den Lockerungen zum Problem. Bis anhin blieb der Kanton Solothurn verschont. Wie gehen Solothurner Clubs und Bars mit dem Thema um, wollte diese Zeitung wissen. Zum Zeitpunkt der Anfrage war noch nicht bekannt, dass ein Gast positiv auf das Virus getestet worden ist. Das vermeldete der Club erst am späten Abend auf seiner Facebookseite.

«Es ist extrem frustrierend, dass das Contact-Tracing in diesem Club nicht seriös durchgeführt wurde», lautete die erste Reaktion von Club-Besitzer Dušan Nedeljkovic auf den Zürcher Fall. Viele Partybesucher hatten falsche Kontaktangaben angegeben, so dass das Contact Tracing-Team sie nur schwer informieren konnte. Derartige Vorkommnisse würden ein schlechtes Bild aller Clubs zeichnen, was die Konsequenz härterer Massnahmen oder gar Schliessungen mit sich ziehen könnte, so Nedeljkovic. «Schlussendlich müssen wir die Schuld tragen, wenn andere Betriebe die vorgeschriebenen Massnahmen schlecht umsetzen.» In diesen Lokalen sei das Contact-Tracing schlecht umgesetzt worden, wodurch diejenigen Clubbetreiber in ein schlechtes Licht gerückt würden, die dieses seriös durchführen. 

Vor dem Club wird auf die Massnahmen hingewiesen.

Vor dem Club wird auf die Massnahmen hingewiesen.

Im Online-Vorverkauf Kontaktdaten angeben

Seit der Terminus-Club im Juni seine Türen wieder öffnen konnte, herrschte trotz der noch bis zum 29. Juni geltenden Polizeistunde ein hohes Nachholbedürfnis für die veranstalteten Tages-Parties, welche stets einige Tage im Voraus bereits ausgebucht waren. Der Oltner Nachtclub legte bereits seit der Wiedereröffnung einen hohen Wert auf das Contact-Tracing. 

Um an einer Party im «Terminus» teilzunehmen, müssen Besucherinnen und Besucher ihre Tickets stets im Online-Vorverkauf akquirieren und ihre Kontaktdaten (Name und Vorname, Email und Handynummer) angeben. Die Daten werden beim Einlass mit denjenigen der Identitätskarte abgeglichen, um die korrekten Angaben zu verifizieren und das Contact-Tracing zu ermöglichen. 

Im Club selber trägt das Personal Plexiglas oder Masken, zweiteres wird den Besucherinnen und Besuchern auch zur Verfügung gestellt. Die Einführung einer Maskenpflicht ist für den Terminus-Inhaber jedoch keine Option: «Würden wir eine derartige Massnahme im Alleingang einführen, so blieben die Besucher unserem Club fern. Keiner will beim Tanzen eine Maske tragen, geschweige denn diese bei jedem Schluck vom Drink herabsetzen.» 

Dass Besucherinnen und Besucher die vom Bund lancierte Covid-App installiert haben müssten, hielte Nedeljkovic für eine gute Massnahme – existiere da nicht die Gesetzesregelung, dass keine Person aufgrund einer Nichtinstallation diskriminiert werden darf. Die Installation der Covid-App wurde vom Terminus-Club über die Sozialen Medien empfohlen. 

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