Tiefenlager
Das sagt Dänikens Gemeindepräsident zu den Plänen der Nagra

Die Nationale Gesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hat dem Bund erste Vorschläge für die Standorte der Oberflächen-Gebäude eingereicht. Auch Däniken ist als möglicher Standort genannt. Dessen Gemeinderat ist gar nicht erfreut.

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Radioaktiver Abfall soll in den Tiefenlagern gelagert werden (Symbolbild)

Radioaktiver Abfall soll in den Tiefenlagern gelagert werden (Symbolbild)

Keystone

Für den Standort Jura-Südfuss ist nebst Suhr und Kölliken im Aargau auch Däniken als mögliche Standortgemeinde eines geologischen Tiefenlagers ausgewählt (wir berichteten). Für Dänikens Gemeindepräsident Gery Meier kommt dieser Auswahl gar nicht überraschend. «Wir mussten damit rechnen, dass für das Tiefenlager Jurasüdfuss im Dorf Däniken Landflächen für die Oberflächeninfrastruktur gesucht werden», schreibt Meier in einer Stellungnahme.

Schutz von Grundwasser

Der Gemeindepräsident ist jedoch skeptisch, wenn er die beiden ausgewählten Oberflächenstandorte anschaut. Diese sollen am Rande oder sogar auf dem Grundwasserstrom des Niederamtes zu stehen kommen. Deshalb ist für ihn klar: die beiden Standorte in Däniken sind nicht für Oberflächenstandorte geeignet.

Ein möglicher Standort in Däniken Das Areal liegt in der Gemeinde Däniken im Bereich einer bestehenden Kiesgrube mit Kieswerk. Es grenzt an ein Grundstück mit einem Wohnhaus. Die Erschliessung per Bahn erfordert bauliche Massnahmen. Aufgrund bestehender Gewerbebauten und Waldstücken wäre die Anlage von grösseren Siedlungsgebieten aus wenig einsehbar.

Ein möglicher Standort in Däniken Das Areal liegt in der Gemeinde Däniken im Bereich einer bestehenden Kiesgrube mit Kieswerk. Es grenzt an ein Grundstück mit einem Wohnhaus. Die Erschliessung per Bahn erfordert bauliche Massnahmen. Aufgrund bestehender Gewerbebauten und Waldstücken wäre die Anlage von grösseren Siedlungsgebieten aus wenig einsehbar.

Nagra

Oberste Priorität habe für die Gemeinde Däniken der Schutz des Grundwassers im Niederamt.

Für den Däniker Gemeinderat steht fest, dass der Jurasüdfuss nur für ein schwach- und mittelradioaktives Tiefenlager vorgesehen wäre. Und nicht für ein Kombilager für hochradioaktiven Abfall.

Ein zweiter möglicher Standort in Däniken Das Areal liegt in der Gemeinde Däniken nahe der Aare. Es wird heute landwirtschaftlich genutzt. Die Erschliessung des Areals ist relativ einfach möglich. Die Anlage wäre von Wohnquartieren aus gut einsehbar.

Ein zweiter möglicher Standort in Däniken Das Areal liegt in der Gemeinde Däniken nahe der Aare. Es wird heute landwirtschaftlich genutzt. Die Erschliessung des Areals ist relativ einfach möglich. Die Anlage wäre von Wohnquartieren aus gut einsehbar.

Nagra

Ein definitiver Entscheid des Bundesrats - vor der Zustimmung des Parlaments und absehbarer Referendumsabstimmung - soll spätestens in zehn Jahren fallen. (ldu)

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