Wangen bei Olten

Das Sagi-Areal wird wachgeküsst: Hier entstehen drei Mehrfamilienhäuser

Das Areal «Alti Sagi» (Vordergrund) an der Mittelgäustrasse: Drei Mehrfamilienhäuser mit je zwei Vollgeschossen und einer Attikawohnung finden hier Platz.

Das Areal «Alti Sagi» (Vordergrund) an der Mittelgäustrasse: Drei Mehrfamilienhäuser mit je zwei Vollgeschossen und einer Attikawohnung finden hier Platz.

Ein halbes Jahrhundert hat das Sagi-Areal in Kleinwangen brachgelegen. Jetzt soll das rund 6000 m2 grosse Gelände in Wangen bei Olten für drei Mehrfamilienhäuser genutzt werden. 24 neue Wohnungen sollen gebaut werden.

24 Wohnungen entstehen an der Mittelgäustrasse in Wangen bei Olten. Will man der Dokumentation der Bauherrschaft «Alti Sagi AG» in Egerkingen Glauben schenken, sind bereits deren 17 reserviert. Darunter finden sich auch die Attikawohnungen. Zeichen dafür, dass die Wohneinheiten, zwischen 2,5 und 5,5 Zimmer gross, nicht auf Halde gebaut werden.

Die Wohnungen werden im Stockwerkeigentum vergeben. Die drei Mehrfamilienhäuser à acht Wohnungen auf einer überbauten Fläche von rund 2100 m2 sind alle mit Tiefgaragen ausgestattet. Aktuell liegt der dazugehörige Erschliessungs- und Gestaltungsplan noch bis 10. August auf der Gemeindekanzlei Wangen zum zweiten Mal auf. Einsprachen auf die erste Auflage hin konnten mehrheitlich geklärt werden, Fragen bestehender Wegrechte ebenso.

Das Ende der Brache ist besiegelt

Grob gesagt: Das Baufeld «Alti Sagi», rund 6000 m2 gross, liegt seit knapp 50 Jahren brach. Wie der Projektname verrät, wurde auf dem fraglichen Gelände seinerzeit Holzwirtschaft betrieben, bis die Sägerei in den frühen 1970er-Jahren abbrannte.

Die Bauherrschaft nimmt sich der «hölzernen» Vergangenheit des Grundstücks insoweit wieder an, als dass die Siedlung «in Farbe und Gestaltung ins bestehende Gelände integriert wird.» Sämtliche sich noch auf dem Areal befindliche Bauten werden im Gegenzug abgerissen.

Bereits sind 17 der 24 Wohneinheiten an der Mittelgäustrasse reserviert, darunter alle Attikawohnungen.

Bereits sind 17 der 24 Wohneinheiten an der Mittelgäustrasse reserviert, darunter alle Attikawohnungen.

Ausnützungsziffer wurde erhöht

Was vor Jahrzehnten also noch der Brache anheimfiel, ist in der Zwischenzeit zu einem Baugrund an bester Lage herangereift, wie dem aufliegenden Planwerk zu entnehmen ist. Auch die Einwohnergemeinde Wangen sieht im beabsichtigten Vorhaben eines ihrer strategischen Ziele verwirklicht.

An der Mittelgäustrasse entstehen nämlich altersgerechte Wohnungen (mit rollstuhlgängigem Lift und ohne bauliche Hindernisse) im Sinne des Generationenwechsels und unter erhöhten Anforderungen an die Umgebungsgestaltung und die Energieeffizienz. Aus diesen Gründen hat die Einwohnergemeinde Wangen auch die bestehende Ausnützungsziffer von zonenüblichen 0,4 auf 0,48 erhöht.

Die Überbauung wird im Minergie Standard mit Fotovoltaikanlage erstellt, wie die Bauherrin verlauten lässt. In der Tiefgarage mit knapp 50 Abstellplätzen installiert der Bauherr für die E-Mobilität eine 400 und 230 Volt Steckdose pro zwei Parkplätze. Eine Erdsonden-Wärmepumpe dient der Erzeugung von Warmwasser für Bodenheizung und separatem Brauchwasserspeicher.

Voraussichtlich im Juli 2022 bezugsbereit

Wie die «Alti Sagi AG» in ihrer Dokumentation weiter zu verstehen gibt, ist die Überbauung bis in zwei Jahren bezugsbereit. Sie ist sogar in der Terminierung ziemlich präzise: «Bezugstermin ist im Juli 2022.»

Hinweis: Das Planwerk «Alti Sagi» liegt noch bis 10. August in der Gemeindekanzlei auf.

Autor

urs huber

urs huber

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