Olten

Das Säli-Schlössli ist für 500 Franken zu pachten: Wieso will niemand?

Ungewolltes Schnäppchen in Olten

Ungewolltes Schnäppchen in Olten

Das Restaurant Säli-Schlössli ist schön oberhalb von Olten gelegen und die Aussicht lädt zum Verweilen ein. Man könnte jedoch meinen, dass ein Fluch darauf liegt. Seit geraumer Zeit steht die Lokalität leer. Trotz tiefer Miete scheint es unverpachtbar.

Seit Ende 2013 ist das Säli-Schlössli in Olten verwaist. Der Pachtzins für das Restaurant wäre eigentlich ein Pappenstiel: Für 500 Franken monatlich würde es die Oltner Bürgergemeinde vermieten. Doch warum will es niemand?

Unglaublich, aber wahr: Für nur 500 Franken pro Monat vermietet die Oltner Bürgergemeinde das Säli-Schlössli, das Wahrzeichen der Dreitannenstadt. Und trotzdem will es mit einem Pächter nicht klappen. Seit Ende 2013 ist das Restaurant mit Gaststube, Sonnenterrasse und Rittersaal verwaist. Erst kürzlich hat ein Interessent in letzter Sekunde abgesagt: Der Vertrag wäre bereits unterschriftsreif vorgelegen. 

Doch warum klappt es nicht? Die Bürgergemeinde hat geringe Ansprüche an den neuen Pächter: "Das Säli-Schlössli soll vor allem der Öffentlichkeit dienen, um die Aussicht geniessen zu können", sagt Bürgergemeinde-Präsident Felix Frey gegenüber Tele M1. Was für eine Küche er anbiete, sei ihm überlassen.

Trotz des tiefen Pachtzinses sieht Bruno Lustenberger, der Vizepräsident von Gastro Aargau, kaum Chancen für einen neuen Pächter. 

Er nennt mehrere Gründe, wieso es nicht klappen könnte: die kleine Anzahl Parkplätze, die komplizierte Raumsituation mit Küche im Keller, Gaststube im Parterre und Rittersaal im ersten Stock, was die Sache sehr personalintensiv mache. Zudem: "Das Säli-Schlössli ist ein Sommer-Betrieb, dazu ein extremer Wochenend-Betrieb." Der Wirt der Krone in der Nachbargemeinde Aarburg hat selbst schon einmal daran gedacht, das Säli-Schlössli zu übernehmen. Nach dem Durchrechnen sei er aber zum Schluss gekommen, dass er es lieber sein lasse. (fam)

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