Stadttheater Olten
Das Programm steht: Mit Perlen und Plüsch gehts in die neue Saison

Das Stadttheater Olten hält eine breite Programmpalette bereit; Tiefgründiges und Leichtes für alle Geschmäcker und Sinne.

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Bekannte und noch nie da gewesene Künstlerinnen und Künstler warten im Stadttheater auf ihr Oltner Publikum.
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Peter Bause, Pierre Sanoussi-Blis
Cellist Kian Soltani.
Suzanne von Borsody als Frida Kahlo.
Regula Mühlemann, zu erleben in Basel.

Bekannte und noch nie da gewesene Künstlerinnen und Künstler warten im Stadttheater auf ihr Oltner Publikum.

zvg/Zakhor Online

Natürlich sei sie ein bisschen aufgeregt, sagt Edith Scott, die Geschäftsführerin der Stadttheater Olten AG und Nachfolgerin von Herbert Schibler. «In unserem Haus erhält man rasch Reaktionen, die einen fragen lassen, ob man sich bei der Programmzusammenstellung vertan hat», sagt sie. Den grössten Teil der Spielsaison 20/21 nämlich verantwortet Edith Scott.

«Das Programm bleibt farbenfroh», betont die Geschäftsführerin. Auf gewohnt hohem Niveau Theater, Konzerte, Musicals, Kinderaufführungen, Opern, gar musikalische Lesungen etwa mit Suzanne von Borsody in Frida Kahlo; ein vielfarbiger Mix. So warten bekannte und noch nie da gewesene Künstlerinnen und Künstler auf ihr Oltner Publikum. Edith Scott erwähnt dabei etwa den österreichischen Cellisten Kian Soltani, der mit Werken Bachs und Strawinskys mit den Lucerne Festival Strings gastiert. Premiere in Olten feiert auch das Fauré Quartett mit Neuinterpretationen von Mussorgskis «Bilder einer Ausstellung». Und auch die italienische Pianistin Beatrice Rana kommt zum Handkuss: Werke von Skrjabin, Ravel und Chopin sind beim Rezital zu ­hören.

Die Saisoneröffnung am 18. September ist eine musikalische. Das Janoska Ensemble, das Quartetto di Cremona & Friends sowie Marie-Ange Nguci & Pierre Bleuse zusammen mit dem Kammerorchester Basel zelebrieren die ersten drei Abende. Für die Freunde des Wortes hält das Programm am vierten Abend Friedrich Dürrenmatts «Panne» bereit; ein Klassiker der 1950er-Jahre, vom Autor angeblich aus Geldnot zu Papier gebracht. Das anhaltend populäre Stück wird noch immer als Schullektüre gelesen. Insbesondere die Frage von Schuld und Gerechtigkeit sowie die unterschiedlichen Ansichten auf diese machen «Die Panne» zum stets aktuellen Werk der Literatur. Ein Leckerbissen für jene, die Schauspiel von Komödie und Erzählung nicht trennen mögen.

Was viele freuen dürfte: Auch Peter Bichsels «Die Jahreszeiten» sind Teil der kommenden Saison. Bichsel selbst wird für die Werkseinführung besorgt sein. Stücke von Arthur Miller («Hexenjagd») und gleich zwei aus der Feder von Daniel Kehlmann («Heilig Abend» und «Tyll») machen die Schauspielreihe zum Erlebnis der dritten Art. Und nicht zu übersehen auch: «Ich bin nicht Rappaport» mit Peter Bause und Pierre Sanoussi-Bliss in der Komödie von Herb Gardner.

Ein Rückkehrer: Dominique Horwitz. Unter «Me and the Devil» gibt der Mann eine teuflische Revue und knüpft diabolische Bande von «Der Freischütz» über Rock-, Pop- und Jazzklassiker bis hin zu den schrägen Highlights aus Tom Waits’ und Robert Wilsons «The Black Rider». Und sonst? Opern von Rossini und Janáček, Tanzperformances mit den Danceperados oder das Musical «Himmlische Zeiten» appellieren an die Sinne in mehrfacher Hinsicht.

Für Familien sind Dauerbrenner angesagt: «Hotzenplotz», «Ronja Räubertochter», «Hänsel und Gretel» oder «Das Dschungelbuch» als Musical sind «wasserfest notiert».

Unter den 37 Aufführungen sind auch drei auswärtige Besuche; darunter jene der «Zauberflöte» im Theater Basel mit Sopranistin Regula Muehlemann.

Hinweis:

Abos ab sofort 0622897000; info@stadttheater-olten.ch / www.stadttheater-olten.ch

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