Olten

Das Outdoor-Minigolf hat auch die zweite Chance nicht genutzt

Die Tage des Minigolfs im Kleinholz scheinen gezählt; 2013 war das noch etwas anders, wie das Bild hier zeigt. Bruno Kissling/Archiv

Die Tage des Minigolfs im Kleinholz scheinen gezählt; 2013 war das noch etwas anders, wie das Bild hier zeigt. Bruno Kissling/Archiv

Noch ist das Schicksal der Minigolf-Ära im Kleinholz nicht besiegelt. Aber deren Ende steht unmittelbar bevor.

Findet sich nicht noch im letzten Moment ein Investor, dann ist es um Betrieb und Erhalt der Minigolfanlage im Kleinholz in Olten geschehen. So jedenfalls schätzen Insider die aktuelle Situation ein, nachdem Ende September 2016 der Pachtvertrag zwischen der Minigolf Kleinholz AG und der Betreiberin der Minigolfanlage, der Sportpark AG, nicht mehr erneuert wurde. Dies könnte dem bekannten Szenario «Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende» gleichkommen.

Im ersten Halbjahr 2013 hatte die private Minigolf Kleinholz AG verlauten lassen, sie sei aus finanziellen Gründen nicht mehr in der Lage, den Betrieb ab Ende Saison aufrecht zu erhalten. Im September folgte eine Petition mit gut 1300 Unterschriften, in welche die Stadt um eine Lösung gebeten wurde.

Zweiter Atem mit Sportpark AG

Die Lösung wurde gefunden: Mitte Juni 2014 konnte die Anlage wieder eröffnet werden, nachdem die Sportpark Olten AG von der Mehrheitsaktionärin, der Stadt Olten, ermächtigt wurde, ihren Betrieb auf die Minigolfanlage ausdehnen zu können. Das Engagement der Sportpark Olten AG sollte befristet, aber für mindestens zwei Jahre erfolgen. «Wir stellten uns ein solches von drei Jahren vor, weil wir der Ansicht waren, die Konsolidierung der Einrichtung sei nicht von heute auf morgen möglich», erinnert sich Beat Loosli, seinerzeit Verwaltungsratspräsident der Sportpark Olten AG.

Die Minigolf Kleinholz AG bestand aber auf einem lediglich zweijährigen befristeten Pachtvertrag. Für die Sportpark Olten AG auch ein Glücksfall. Denn es hat sich herausgestellt, dass die über die Leistungsvereinbarung 2015 bis 2019 vertraglich zugesicherte Summe von 15 000 Franken bei weitem nicht kostendeckend war. Jährliche Defizite von bis zu 30 000 Franken resultierten. Zudem macht die Sportpark AG einen Investitionsbedarf in sechsstelliger Höhe aus, der von der Minigolf Kleinholz AG als Besitzerin der Anlage nicht gestemmt werden kann. Passend zum Zustand der Infrastruktur: Der lokale Minigolfverein trainierte nicht mehr auf der Anlage. So beantragte die Sportpark AG bei der Einwohnergemeinde eine Anpassung der Leistungsvereinbarung.

Diesem Antrag hat der Stadtrat nicht entsprochen. «Die Einwohnergemeinde sieht sich nicht in der Lage, die hohen Kosten für Betrieb und Sanierung der in Privatbesitz befindlichen Anlage zu übernehmen», lässt sich die Stadtkanzlei zitieren. Die Minigolf Kleinholz AG war gestern nicht zu erreichen.

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