Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom Montag beschlossen, bezüglich der Hallenbad-Geschichte (wir berichteten) dem Parlament eine Vorlage zu unterbreiten. Dies teilte Stadtschreiber Markus Dietler gestern auf Anfrage mit. In der Vorlage sei ein Mietvertrag für das Hallenbad an der Kantonsschule Hardwald mit einer Laufzeit von 15 Jahren und jährlich fixen Kosten in der Höhe von 204 000 Franken festgehalten.

Der Stadtrat hat damit im Sinne des Volksvorschlags gehandelt. Im November 2013 hatte das Komitee «Pro Hallenbad Olten» um Initiant Andreas Dobay eine dringliche Motion eingereicht, die den Stadtrat beauftragte, «einen angemessenen Betrag ins Budget 2014 aufzunehmen und parallel dazu die nötigen Verhandlungen zu führen, damit der lokalen Bevölkerung, den ortsansässigen Wassersportvereinen sowie allfälligen weiteren Interessengruppen der Zugang zu einer Wassersportanlage auch in den Monaten von Oktober bis April ermöglicht wird». Über 1000 Unterschriften brachte das Komitee zusammen. Das Parlament überwies die Motion mit 22 Ja- zu 9 Nein-Stimmen bei 16 Enthaltungen.

Mit der stadträtlichen Vorlage geht der Entscheid über die Zukunft des einzigen Hallenbades in der Region also wieder zurück an das Gemeindeparlament. Voraussichtlich dürfte dieses die Hallenbad-Vorlage in seiner nächsten Sitzung vom 30. Januar behandeln. Der Parlamentsentscheid wird wegweisend sein für die Zukunft des Hallenbades – mit einer Zustimmung wäre der Verbleib gesichert, mit einer Ablehnung wäre wohl der Untergang des Hallenbades besiegelt.