Olten
Das Kapuzinerkloster wird derzeit für über eine halbe Million saniert

Im Sommer erstrahlt die Gebäudehülle des Oltner Kapuzinerklosters in frischem Glanz. Die Sanierung kostet das Kloster über eine halbe Million Franken.

Urs Huber
Drucken
Teilen
Eingerüstet: Das Kapuzinerkloster erfährt ine Fassadensanierung. Bruno Kissling

Eingerüstet: Das Kapuzinerkloster erfährt ine Fassadensanierung. Bruno Kissling

Bruno Kissling

Manchem mag es eigenartig vorkommen, dass die Fassade des Kapuzinerklosters Olten schon wieder eingerüstet ist. Aber was heisst da schon wieder? Die letzte Sanierung der Gebäude-
hülle liegt doch satte 40 Jahre zurück, wie Silvan Nünlist vom kantonalen Hochbauamt in Solothurn bestätigt.

Noch bis im Juli läuft derzeit die zweite Etappe der Klostersanierung; die erste Etappe galt der Sanierung der Klosterkirche, die im Sommer 2015 begonnen und mittlerweile abgeschlossen wurde. Was die Dachsanierungsarbeiten an der Klosterkirche angeht: Dort verlangten vor allem das Dach und der Estrichbereich besondere Aufmerksamkeit. Praktisch sämtliche Dachlatten mussten ersetzt werden. Zudem wurde der Estrichboden über dem Kirchenschiff und dem Chorbereich gedämmt. Die Sanierung der gesamten Gebäudehülle war mit 350 000 Franken etwas aufwendiger als angedacht.

Fassade eigentlich noch gut

Beim nun eingerüsteten Klostergebäude wird sich zeigen, wie hoch
die Aufwendungen der Fassadensanierung genau ausfallen werden. Im Voranschlag sind 550 000 Franken vorgesehen.

Bis auf wenige Risse in der Fassade der eigentlichen Klosterhülle präsentiere sich diese von unten betrachtet eigentlich in einem relativ guten Zustand, berichtet Nünlist. Auch das Dach sei im Vergleich zu jenem der Kirche in einem deutlich besseren Zustand. Trotzdem: Auch dort muss im Zuge der Sanierung gedämmt und Schadhaftes ersetzt werden. Selbiges gilt für sämtliche Fenster des Klosters. «Auch für jene im Innenhof», wie Guardian Werner Gallati versichert und erleichtert festhält. Zur Sanierung gehört auch die Überprüfung der Dachlukarnen, die im Bedarfsfall ebenfalls erneuert werden. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten komplett abgeschlossen sein.

Alles im Rahmen

Aber: Bislang ist alles im Rahmen geblieben, Negativüberraschungen fehlen. Auch was die Farbgebung der Gebäudehülle angeht: Es komme bei einem über 300-jährigen Gebäude nur ein möglichst originalgetreuer heller Anstrich infrage, das sei in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege so abgesprochen worden, so Nünlist. Irgendwelche knalligen oder auffällige Modefarben fallen demnach ausser Rang und Traktanden. Ein Farbtupfer allerdings bleibt: Die Fensterläden, die ebenfalls saniert werden, erhalten wiederum den bewährten und inzwischen vertrauten Rotanstrich.

Für die Klostergemeinschaft wirken sich die Sanierungsmassnahmen nicht negativ aus. «Für uns bilden sie kein Hindernis im klösterlichen Alltag», weiss Werner Gallati. Möglich, dass die Eingerüstung den Blick seiner Glaubensbrüder aus dem Fenster etwas einschränke und die Räume dadurch etwas weniger helle wirken. «Aber das ist nun wirklich kein nennenswertes Problem», versichert der Guardian gut gelaunt.