Wangen
Das Kandidatentrio steuert klar am absoluten Mehr vorbei

Das Rennen ums Gemeindepräsidium bliebt in Wangen weiterhin offen, da alle drei Kandidaten das absolute Mehr deutlich verpassen. Bereits jetzt ist klar, dass alle Kandidierenden wieder antreten.

Drucken
Teilen
Der Kampf ums Gemeindepräsidium mit den Kandidaten Daria Hof, Christian Riesen, Patrick Schmid (v.l.) geht in die zweite Runde.

Der Kampf ums Gemeindepräsidium mit den Kandidaten Daria Hof, Christian Riesen, Patrick Schmid (v.l.) geht in die zweite Runde.

zvg

Bei einer doch eher dünnen Stimmbeteiligung von 37,15 Prozent haben Wangens Stimmberechtigte im ersten Wahlgang das Amt des Gemeindepräsidenten noch nicht bestellen mögen. 28 der 1211 eingegangenen Wahlzettel wurden leer eingelegt, zwei weitere waren ungültig. Ganz allgemein war davon ausgegangen worden, dass der erste Wahlgang keine Entscheidung bringen würde. Der zweite Wahlgang wird am 24. September stattfinden.

Hof war leicht favorisiert

Leicht favorisiert worden war für den ersten Wahlgang die 40-jährige Freisinnige Daria Hof-Schwarzentruber, die als Sekundarlehrerin tätig ist. Eine Favoritenrolle, der sie im gestrigen Wahlgang gerecht wurde. Daria Hof war im Juni bei den Gemeinderatswahlen als Bestgewählte unter den FDP-Kandidaturen im Amt bestätigt und damit zur Anwärterin fürs Gemeindepräsidium auserkoren worden.

Bei einem absoluten Mehr von 603 Stimmen blieb Daria Hof-Schwarzentruber mit ihren erreichten 511 Stimmen 92 Stimmen darunter. «Ich bis sehr zufrieden mit meinem heutigen Wahlresultat und werde am zweiten Wahlgang teilnehmen», so Hof zuversichtlich. Sie habe durchaus mit einem solchen gerechnet. Besonders zufrieden gibt sich die Favoritin auch mit der geringen Anzahl leerer Stimmen. «Ich werte dies als ein gutes Zeichen. Die Stimmberechtigten waren von den zur Wahl stehenden Kandidaturen überzeugt.» Nun will sie zusammen mit ihrer Partei an der Strategie für den Septemberwahlgang arbeiten. «Wir geben Vollgas», so Hof.

Schmid ist zufrieden

Nach seinem Glanzresultat bei den Gemeinderatswahlen hatte sich auch der seit 2010 amtierende Gemeindevizepräsident, Patrick Schmid, CVP, ums Präsidium beworben. Der 44-jährige Leiter eines Alterszentrums in Basel blieb 78 Stimmen hinter Daria Hof-Schwarzentruber zurück. «Ich bin zufrieden mit meinem Resultat und freue mich auf den zweiten Wahlgang», so Schmid. Er wird dabei sein und hofft, an Stimmen markant zulegen zu können. Am fraglichen Abstimmungssonntag vom 24. September wird nämlich auch über den Ausbau der Alp-Schulanlagen abgestimmt; ein Geschäft unter seiner Federführung. Davon erhofft sich der amtierende Vizepräsident zusätzlich Stimmen, weil auch von einer höheren Stimmbeteiligung auszugehen sei, wie er meint.

Der Aussenseiter wills wissen

Als Aussenseiter gestartet war Christian Riesen, SVP. Er habe wenig Erwartungen gehabt an den ersten Wahlgang, so der 47-jährige Ingenieur und Projektleiter. Aber man habe immer wieder von der hohen Wahrscheinlichkeit eines zweiten Wahlgangs gehört. «Mein Resultat ist jetzt nicht so schlecht», schickt er hinterher. Auch Riesen wird noch einmal antreten. «Es gibt durchaus Verbesserungspotenzial für meinen Wahlkampf», sagt Riesen, mit dem an Profil zu gewinnen sei. Im Übrigen lobt der SVP-Kandidat den zurückliegenden fairen Wahlkampf.