Olten

Das Jugendwerk hat eine Leistungsvereinbarung bis Ende 2020 – künftig soll diese länger dauern

Das Jugendwerk Olten und die Leiterin Fränzi Schneeberger (2. v.l.) ist derzeit beim Bifangschulhaus vor Ort (Archivbild)

Die Jugendarbeit in Olten ist seit August wieder in Betrieb, nun hat der Stadtrat wichtige Entschlüsse dazu gefällt. Ziel ist künftig eine längerfristige Ausrichtung mit einer dreijährigen Leistungsvereinbarung.

In der budgetlosen Zeit gab es in Olten die Jugendarbeit nur auf Sparflamme oder ein paar Monate lang gar nicht: Zwischen April und Juli dieses Jahres hat der Verein für Jugend und Freizeit aus dem aargauischen Wohlen, welcher für die Jugendarbeit unter der Bezeichnung Jugendwerk Olten ein Mandat besitzt, den Betrieb ganz eingestellt. Mitte August hat die Sozialpädagogin Fränzi Schneeberger zusammen mit einem Zivildienstler die Arbeit in Olten wieder aufgenommen. Inzwischen ist die Jugendarbeit mit einem Container beim Bifangschulhaus vor Ort, um die Jugendlichen auch auf der rechten Aareseite zu erreichen.

Doch es gibt noch einen anderen Grund, wieso die Jugendarbeiter derzeit nicht an ihrem festen Standort in der Rötzmatt anzutreffen sind: Der Kanton hat dem Eventraum Garage 8 bisher noch keine Betriebsbewilligung erteilt. Sicherheits- und Hygienevorschriften wurden nicht eingehalten. Der Eventraum war seit dem Kick-off-Anlass vergangenen November gar nie in Betrieb. Niemand habe mit einer fehlenden Betriebsbewilligung gerechnet, sagte Thomas Küng, Leiter der Direktion Bildung und Sport, kürzlich gegenüber dem «Stadtanzeiger». Inzwischen sind die Sanierungsarbeiten fast fertig, wie es auf Anfrage bei der Baudirektion heisst. Für 200'000 Franken hat die Stadt im Gebäude am Rötzmattweg 8 die Küche und die WC-Anlagen komplett erneuert, die Wände gestrichen sowie den Boden und die Barelemente im Eventraum ersetzt. Nach den Herbstferien soll dort der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Ziel ist eine dreijährige Leistungsvereinbarung

Auf der betrieblichen Seite sind die Hausaufgaben inzwischen gemacht. Auch politisch ist die Jugendarbeit wieder klar abgestützt. Der Stadtrat hat an der vergangenen Sitzung die Leistungsvereinbarung verabschiedet. Aufgrund des Budgetreferendums hat sich dieser Prozess verzögert. Die neue Vereinbarung ist rückwirkend ab dem 1. August gültig und läuft bis Dezember 2020. Das Jugendwerk hat wie die Vorgängerträgerorganisation des Provi 8 ebenfalls netto 152'000 Franken jährlich zur Verfügung. Dazu kommen Mietkosten von 90'000 Franken für die Liegenschaft in der Rötzmatt, die allerdings verwaltungsintern verrechnet werden. Mit diesem Geld muss das Jugendwerk gemäss Leistungsvereinbarung das Jugendkulturlokal Garage 8 in der Rötzmatt mit Programm, eine mobile Jugendarbeit und ein Jugendbüro betreiben. Angesprochen werden sollen damit Jugendliche und junge
Erwachsenen zwischen 13 und 25 Jahren. Personell stehen dem Jugendwerk eine 80-Prozent-Stelle, ein Zivildienstler und der Einsatz von Freiwilligen zur Verfügung.

Gleichzeitig hat der Stadtrat entschieden, wie das weitere Vorgehen aussieht. Bis nächsten Herbst 2020 soll das erste volle Betriebsjahr ausgewertet und darauf basierend eine Vorlage fürs Gemeindeparlament ausgearbeitet werden. Der Stadtrat möchte nämlich längerfristig planen und ab 2021 die Leistungsvereinbarung für drei Jahre abschliessen.

So sah das Jugendkulturhaus Garage 8 bei der Kick-off-Veranstaltung Anfang November 2018 aus: 

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