Naturmuseum Olten
Das grosse Flattern: Exkursion zeigt riesige Fledermauskolonie

Der Ausflug wird vom Naturmuseum Olten organisiert. Im Rahmen des Forums «Jugend und Wissenschaft» können Kinder und Jugendliche die landesweit grösste Kolonie des Grossen Mausohrs besichtigen, eine der grössten heimischen Fledermausarten.

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Das Grosse Mausohr haust meist in Dachstöcken.

Das Grosse Mausohr haust meist in Dachstöcken.

Zur Verfügung gestellt

Die Exkursion führt mit öffentlichen Verkehrmittels nach Veltheim im Kanton Aargau. Der Biologe Andres Beck, Kantonaler Fledermausschutz-Beauftragter Aargau, wird den Teilnehmenden die dortige riesige Fledermauskolonie zeigen.

Teilnahme

Die Exkursion wird im Rahmen des Forums «Jugend und Wissenschaft» statt. Sie richtet sich an Kinder ab der vierten Klasse und Jugendliche.

Die Teilnehmenden besammeln sich um 18.50 Uhr am Hauptbahnhof Olten beim Springbrunnen an der Aare. Die Bahn- und Busbillette nach Veltheim besorgt das Naturmuseum Olten. Als Ausrüstung empfiehlt sich ein Klappsitzli, ein Regenschutz und falls vorhanden ein Feldstecher. Die Rückkehr nach Olten ist um 22.56 Uhr.

Der Exkursionsleiter ist Peter F. Flückiger, Leiter des Naturmuseums Olten. Die Exkursion ist kostenlos. Wer teilnehmen möchte, kann sich bis zum 11. August 2013 telefonisch beim Naturmuseum anmelden.

Er wird erläutern, wie das Grosse Mausohr lebt, weshalb es stark gefährdet ist und wie es auf wissenschaftlicher Basis geschützt wird. Wichtig dabei sind auch exakte Kenntnisse über die Populationsgrössen. Anlässlich der Exkursion wird deshalb eine Ausflugzählung durchgeführt, um die Grösse der Fledermauskolonie zu ermitteln.

Stark gefährdet

Das Grosse Mausohr (Myotis myotis) zählt mit 40 Zentimeter Flügelspannweite und 35 Gramm Körpergewicht zu den grössten 30 einheimischen Fledermausarten. Im Sommerhalbjahr sind die Tiere in ungestörten Dachstöcken anzutreffen, wo die Weibchen Kolonien bilden und ihre Jungen aufziehen. Inzwischen ist der Bestand stark geschrumpft. Das Grosse Mausohr steht deshalb als «stark gefährdete Art» auf der Roten Liste. (ckk)