Das Goldene Dach von Olten hat weit über die Stadt hinaus Berühmtheit erlangt. Das im Jahr 2009 erstellte Dach ist äusserst markant und ragt gut sichtbar aus dem Quartier im Hinteren Steinacker heraus: Es steht direkt am Aareufer und an der Bahnlinie Olten–Oensingen. Vor allem aber sticht es aufgrund seiner Dimensionen und seiner goldenen Farbe ins Auge. Schon bald nach der Realisierung lagen der Bauherr und die Baukommission der Stadt Olten im Streit, ob das Dach in dieser Form und Farbe bewilligt sei oder nicht. In zwei separaten Verfahren ging der Streit zweimal an das Bau- und Justizdepartement und ans Verwaltungsgericht.

Jetzt hat das Solothurner Verwaltungsgericht ein umfassendes Urteil für beide Streitpunkte gefällt. Das Ergebnis: Die Baukommission Olten und das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn haben durchwegs obsiegt, die Beschwerden des Bauherrn werden abgewiesen. Dieser muss jetzt die beiden Lukarnen im Dach massiv verkleinern und das ganze Golddach mit einem matten Farbanstrich weniger auffällig machen.

Diese Rückbau-Anordnungen dürften sehr teuer werden und Kosten weit im sechsstelligen Bereich verursachen. Das Verwaltungsgericht hat aber entschieden, dass trotzdem die Verhältnismässigkeit gewahrt sei und das öffentliche Interesse an der Einhaltung der Bauvorschriften überwiege.

Das Urteil vom 19. Juli ist noch nicht rechtskräftig: Der Bauherr hat bis Mitte September Zeit, beim Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einzureichen. Ob er das tun wird, konnte er am Mittwoch noch nicht sagen.