SZ Storyparade 2019
Das gab im Juli zu reden: Pflanzenschutzmittel im Trinkwasser gefunden – 18 Gemeinden betroffen

Wir haben für jeden Monat eine regionale Geschichte rausgepickt, welche unsere Leserinnen und Leser 2019 besonders interessiert hat. Darunter sind politische Aufreger, Geschichten von aussergewöhnlichen Menschen, aber auch Skurriles und Erschreckendes. Im Juli sorgte verunreinigtes Trinkwasser in 18 Gemeinden für Aufsehen.

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Im Kanton Solothurn ergaben Messungen gleich in 18 Gemeinden Höchstwertüberschreitungen. (Symbolbild)

Im Kanton Solothurn ergaben Messungen gleich in 18 Gemeinden Höchstwertüberschreitungen. (Symbolbild)

Keystone

In mehreren Kantonen wurden Messungen durchgeführt. Das Resultat: Gleich an mehreren Orten wurden die Höchstwerte von Chlorothalonil im Trinkwasser überschritten. Dies berichtet SRF.

Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der gegen Pilzbefall in der Landwirtschaft verwendet wird. Der Stoff kann ab einer bestimmten Konzentration krebserregend und genverändernd wirken, schreibt SRF.

Massnahmen ergreifen

Im Kanton Solothurn wurde der Grenzwert gleich in 18 verschiedenen Gemeinden überschritten. Es sind die Orte Wangen bei Olten, Rickenbach, Gerlafingen, Olten, Starrkirch-Wil, Trimbach, Hauenstein-Ifenthal, Kappel, Boningen, Gunzgen, Härkingen, Egerkingen, Neuendorf, Niderbuchsiten, Oberbuchsiten, Kestenholz, Wolfwil und Fulenbach. Einige Gemeinden hätten bereits Massnahmen ergriffen. (sil)

Kanton kommuniziert Probleme mit der Wasserqualität nicht – nun übernehmen die Gemeinden

Seit diesem Frühling gelten neue Spielregeln in Sachen Wasserqualität: Chlorothalonil darf nur noch in einer bestimmten Konzentration im Trinkwasser nachgewiesen werden. In vielen Gemeinden wird dieser Grenzwert überschritten. Der Kanton informierte bisher nicht dazu, nun tun die Gemeinden dies selber. (rka)