Olten

Das «Facelifting» hat sich verzögert

Noch fehlen die Tritte der neuen Treppe; bis Ende des Monats sind auch die montiert.

Noch fehlen die Tritte der neuen Treppe; bis Ende des Monats sind auch die montiert.

Die provisorische Sanierung der Oltner Bahnhofterrasse wird Ende August fertiggestellt sein.

Vor dem ganzheitlichen Eingriff im Rahmen des Grossprojekts «Neuer Bahnhofplatz Olten» ist aktuell eine provisorische Sanierung der Bahnhofterrasse im Gange. In der Martin-Disteli-Unterführung sind die alten WC-Anlagen durch neue Chromstahlkabinen ersetzt worden. Zudem wurden auf dem Brunnenplatz bereits die grossformatigen Granitplatten entfernt und mit schwarzem Teerbelag ersetzt. Die Treppe südlich des Platzes wurde teilerneuert und instand gesetzt. Im Moment sieht man allerdings nur Treppenbasis sowie -geländer. Die Stufen sucht man noch vergeblich. Der Abschluss der Sanierung war zum Ende der Sommerferien vorgesehen. Nun ziehen sich die Arbeiten voraussichtlich bis zum Monatsende hin. Die Sanierung hätte gemäss Stadtrat schon letzten Herbst beginnen sollen. Weshalb gab es nun eine Verzögerung?

Wie Stadtschreiber Markus Dietler auf Anfrage erklärt, war der Startschuss des «Faceliftings» an die Fertigstellung der etwas oberhalb gelegenen Baustelle des Kantons an der Gösgerstrasse gekoppelt. Dafür war die gleiche Firma engagiert worden. Diese Umgestaltung der Bushaltestelle sollte bis im Herbst 2018 beendet sein. Dies verzögerte sich, weil die Baukommission die Baubewilligung ihr Veto einlegte. Mängeln in der Planung der Dachkonstruktion der Buswartehalle waren der Grund. Zum anderen verspätete sich der Baubeginn zusätzlich – und dementsprechend die Sanierung des Brunnenplatzes – infolge Arbeitsauslastung der engagierten Firma. Das führte dazu, dass die Bushaltestelle erst im Juni fertiggestellt wurde und die Arbeiten an der Bahnhofterrasse erst dann beginnen konnten. Zum dritten hat jetzt ein unstabiler Untergrund auf Niveau Bahnhofquai den Fortgang der Arbeiten zusätzlich verzögert.

Der Stadtrat gewährte vor einem Jahr einen Kredit von 270’000 Franken für die Übergangslösung auf der Bahnhofterrasse. Nach Einschätzung des Tiefbauamtes sollte dieser auch eingehalten werden können. Im Rahmen des Projektes «Neuer Bahnhofplatz Olten» wird die gesamte Anlage dann ab 2024/25 vollständig erneuert. Wegen der zahlreichen Passanten wollte das Amt für Tiefbau aber mit der provisorischen Sanierung der Schäden auf der Terrasse nicht zuwarten. Weil es sich lediglich um ein Provisorium handelt, wurde aus Kostengründen ein schwarzer Teerbelag gewählt, der nicht überall auf Gegenliebe stiess, wie Reaktionen in den sozialen Medien zeigten. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die etwas kahl wirkende Bahnhofterrasse mit bepflanzten Kübeln ergänzt werden.

Den Bereich Bahnhofterrasse aus dem Projekt «Neuer Bahnhofplatz Olten» habe man nicht fünf Jahre vorziehen können, weil es sich dabei um ein Gesamtprojekt mit anspruchsvollen Anschlüssen handle, so Dietler weiter. Die definitive Fertigstellung des Provisoriums ist nun auf Ende August vorgesehen.

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