Wangen bei Olten

Das eigene Wasser ist begehrt – Geld nicht erste Priorität

Die Bürger von Wangen bei Olten greifen für ihr Pumpwerk tief in die Taschen

Die Bürger von Wangen bei Olten greifen für ihr Pumpwerk tief in die Taschen

Die Bürger von Wangen bei Olten halten an ihrem eigenen Pumpwerk fest und greifen dafür tief in die Hosentasche. 6,9 Millionen Franken kostet der Kredit für die Sicherung der Schutzzone Pumpwerk Bornstrasse.

Der Verpflichtungskredit in der Höhe von 6,9 Millionen Franken für die Sicherung der Schutzzone Pumpwerk Bornstrasse und die moderate Erhöhung der Wasserbezugsgebühr auf Fr. 1.80 pro m3 wurden von den 38 Stimmberechtigten einstimmig genehmigt. Die Jahresrechnung 2017 sowie zwei Einbürgerungsgesuche wurden ebenfalls ohne Gegenstimme gutgeheissen.

Die Genehmigung der Jahresrechnung 2017 wurde in Anbetracht des ebenfalls traktandierten Verpflichtungskredits beinahe etwas in den Hintergrund gedrängt. Finanzverwalterin Jrène Grob-Baumgartner konnte den Anwesenden ein äusserst erfreuliches Rechnungsergebnis präsentieren. Sämtliche Rechnungsteile – allgemeine Verwaltung und die Spezialfinanzierungen Wasser und Forst schlossen ausgeglichen oder mit einem Ertragsüberschuss ab. Die Jahresrechnung 2017, mit einem Ertragsüberschuss in der Höhe von insgesamt 198'700 Franken wurde einstimmig genehmigt.

Kein anderes Geschäft der Bürgergemeinde Wangen hat in den letzten 15 Jahren mehr Aufwand verursacht, reihenweise Ordner gefüllt und die Gemüter mehr in Wallung gebracht, als die Frage nach der Zukunft des eigenen Pumpwerks an der Bornstrasse in Kleinwangen. Hauptkritikpunkte seitens des zuständigen kantonalen Amts für Umwelt sind die fehlende rechtskonforme Schutzzone und die Erfüllung der damit zusammenhängenden Auflagen. Zwei Einsprachen aus den Jahren 2004 und 2009 verhinderten bisher die Erfüllung der kantonalen Auflagen. Ende 2017 konnte eine Einigung mit den Einsprechern erzielt werden. Mit diesem kurzen Rückblick eröffnete Bürgergemeindepräsident Markus Grob die Eintretensdebatte zum Verpflichtungskreditantrag von 6,9 Millionen Franken. Der Betrag setzt sich hauptsächlich aus dem für die Sicherung der Schutzzone benötigten Landkauf und weiteren Massnahmen im Gebiet der Schutzzone zusammen.

Die Finanzierung dieser grossen Investition ist für die Bürgergemeinde tragbar. Allerdings ist für eine ausgeglichene Wasserrechnung eine moderate Erhöhung des Wasserpreises von heute Fr. 1.60 pro m3 auf neu Fr. 1.80 pro m3 nötig. Damit kann Wangen im kantonalen Vergleich noch immer unter dem Durchschnittspreis aller Gemeinden im Kanton von Fr. 2.03 pro m3 Frischwasser anbieten.

Als Alternativvariante wurde auch der Wasserbezug von Olten in die Überlegungen einbezogen. Aber erste Berechnungen zeigen, dass sich der Wasserpreis in Wangen dann mindestens im Bereich des kantonalen Durchschnitts oder sogar darüber bewegen würde. Zudem wäre auch diese Variante nicht ohne massive Investitionen in die Infrastruktur möglich.

Die Stimmberechtigten setzten ein starkes Zeichen auch in Richtung Kanton, indem den Anträgen des Bürgerrats einstimmig zugestimmt wurde. Damit ist nun der Weg frei, die kantonalen Auflagen erfüllen zu können und damit die Voraussetzungen für eine definitive langfristige Pumpkonzession zu schaffen.

Daniel Hug stellte die vorliegenden Einbürgerungsgesuche von zwei Familien vor. Die Versammlung erteilte allen neun Antragsstellern die Zustimmung. Folgenden Personen wird das Bürgerrecht von Wangen bei Olten, vorbehältlich der Zustimmung von Bund und Kanton, in Aussicht gestellt: Kadrija Mimoza und den Kindern Sherif und Leona; Kaludra Muharem und Gjuzele sowie den Kindern Jessica, Erinda, Valentina und Bleona.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1