Olten

Das Cultibo ist voll ausgelastet – doch die Mieteinnahmen sind zu niedrig

Vorstand und Mitarbeiter des Cultibo von links: Yabgu R. Balkaç, Theo Tschopp, Andrea Leonhardt (neu), Christiane Creutzburg (Mitarbeiterin), Jennifer Khelil,Präsident Paul Dilitz, Johanna Lotz (neu), Benedikt Jäggi (neu), Gaby Denzler (neue Vizepräsidentin), Dinesh Jayasuriya, Christoph Wüthrich (Zentrumsleiter).

Vorstand und Mitarbeiter des Cultibo von links: Yabgu R. Balkaç, Theo Tschopp, Andrea Leonhardt (neu), Christiane Creutzburg (Mitarbeiterin), Jennifer Khelil,Präsident Paul Dilitz, Johanna Lotz (neu), Benedikt Jäggi (neu), Gaby Denzler (neue Vizepräsidentin), Dinesh Jayasuriya, Christoph Wüthrich (Zentrumsleiter).

Für den erfolgreichen Quartiertreff bleibt die Finanzierungsfrage ein zentrales Thema.

Ein «verrücktes Jahr» sei es gewesen, sagt Paul Dilitz, Präsident des Trägervereins Begegnungszentrum Cultibo. An der Generalversammlung vom letzten Mittwoch blickte er auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Das fünfjährige Bestehen des Vereins, das Vögeligartenfest und der Wechsel der Zentrumsleitung waren grosse Brocken. Die grösste Aufregung verursachte jedoch der auslaufende Leistungsvertrag mit der Stadt, der neu verhandelt werden musste. An die Abstimmung im Gemeindeparlament, an der Dilitz nicht teilnehmen durfte, erinnert sich der Präsident so: «Ich bin mir vorgekommen wie in der Schule, wenn man vor die Tür gestellt wurde.» Schliesslich wurde der Beitrag der Stadt für die drei Jahre 2017 bis 2019, auf Empfehlung des Stadtrats hin, vom Parlament sogar von 54 000 auf 72 000 Franken jährlich erhöht. Eine Würdigung für den Erfolg des Begegnungszentrums.

Es zeigt sich aber, dass dieser Erfolg auch zum Problem werden kann. So sind zum Beispiel die Mieteinnahmen im Jahr 2016 weit unter Budget ausgefallen. Grund dafür war die hohe Belegung der Räumlichkeiten durch Veranstaltungen des Cultibo selbst. Das heisst, je mehr eigene Veranstaltungen stattfinden, sprich je belebter und beliebter das Zentrum ist, desto schwieriger ist es, Einnahmen durch Vermietungen zu generieren. Dieses Geld wird indes dringend für die grössere Anzahl Veranstaltungen gebraucht. Der neue Zentrumsleiter Christoph Wüthrich bemerkt bei der Präsentation seines Jahresberichts, dass teilweise nicht einmal mehr Platz für neue eigene Veranstaltungen war, weil Raum und Zeiten schlicht begrenzt sind. Dieses Problem hat sich aber von selbst wieder gelöst, weil gewisse Angebote zeitlich begrenzt sind.

Für das angebrochene Jahr plant der Verein eine Zusammenarbeit mit «Pro Senectute». Die abtretende Vizepräsidentin Rita Lanz hofft, dass der Verein mit momentan 193 Mitgliedern bald das 200. Mitglied begrüssen darf. Präsident Paul Dilitz wünscht sich ein ruhigeres Jahr als 2016 und betont, dass zum jetzigen Zeitpunkt vor allem Konsolidierung wichtig ist.

Noch immer nicht abgeschlossen ist die Finanzierungsfrage. Deshalb will der Vorstand Gesuche um Unterstützung stellen, sowohl an den Kanton Solothurn als auch an verschiedene Stiftungen. Der Kanton liess allerdings verlauten, dass die Finanzierung des Cultibo vor allem Sache der Stadt sei und hat darauf die Beiträge gekürzt. Dennoch zeigte Solothurn Interesse am Oltner Quartiertreff, war doch die kantonale Fachexpertin Integration, Laura Flühmann, an der Versammlung anwesend.

Drei neue Vorstandsmitglieder

Der Vorstand des Trägervereins hat mit dieser Generalversammlung eine Verjüngung erfahren. Nachdem die zwei Gründungsmitglieder Rita Lanz und Heinz Eng den Vorstand verlassen haben, wird dieser neu von Benedikt Jäggi, Andrea Leonhardt und Johanna Lotz ergänzt. Jäggi sagt zu seiner Motivation: «Das Cultibo macht für mich das Quartier und die Stadt mehr zur Heimat.» Andrea Leonhardt kennt das Zentrum bis jetzt von einer anderen Seite: Sie war zuerst Mitarbeiterin und hatte bei ihren neuen Vorstandskollegen damals ein Vorstellungsgespräch. Johanna Lotz wohnt erst seit drei Jahren im Quartier und ist seitdem im Cultibo aktiv. Sie sagt: «Ich schätze das Cultibo als einen Ort, wo ich als Hausfrau und Mutter etwas unternehmen kann, ohne dass meine kleinen Kinder stören.»

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