Starrkirch-Wil
Das Budget 2021 der Gemeinde schliesst mit einer schwarzen Null

An der Versammlung der Einwohnergemeinde Starrkirch-Wil am Montagabend stand der Voranschlag 2021 als gewichtigstes Geschäft auf der Traktandenliste. Gemeindepräsident Christian Bachofner und Gemeindeverwalter Beat Gradwohl zeigten die markantesten Zahlen auf.

Urs Amacher
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Die Gemeinde rechnet mit einem Plus von 16'000 Franken. (Symbolbild)

Die Gemeinde rechnet mit einem Plus von 16'000 Franken. (Symbolbild)

zvg

Die Summen beim Gesamtertrag von 8,479 Mio. Franken und beim Gesamtaufwand von 8,463 Mio. Franken halten sich die Waage, sodass unter dem Strich ein Plus von 16'000 Franken resultiert. Im Budget des Vorjahres hatte man noch mit einem Ertragsüberschuss von 213'500 Franken rechnen können. Im Jahr 2019 hatte die Erfolgsrechnung sogar einen Gewinn von 1,2 Mio. Franken ergeben.

Das Budget 2021 schliesst also mit einer schwarzen Null, obwohl die Bevölkerungszahl um 40 Personen auf 1'760 Einwohner zugenommen hat. Dies entspricht einem Wachstum von drei Prozent. Die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen nehmen jedoch nur einen halben Prozent zu. Und bei den juristischen Personen dürfte der Fiskalertrag gar um 45 Prozent zurückgehen. Trotzdem belässt man den Steuerfuss bei den natürlichen wie bei den juristischen Personen bei 115 Prozent. Für die kommunalen Hauptaufgaben Bildung und soziale Sicherheit setzt die Gemeinde ziemlich genau zwei Drittel ihrer Aufwendungen ein. Die 33 in der Dorfhalle anwesenden Stimmberechtigten genehmigten das vorgelegte Budget ohne Diskussion und einstimmig.

Gewaltentrennung fordert Kommissionsaufteilung

Die Finanz- und Rechnungsprüfungskommission erfüllte in der bisherigen Form zwei Funktionen unter einem Dach: Als Finanzkommission (FiKo) hatte sie bloss beratende Stimme, während sie als Rechnungsprüfungskommission (RPK) ein Kontrollorgan der Gemeinde war. Die Kontrollfunktion erfüllte sie zusammen mit einer professionellen Treuhand- und Revisionsfirma.

Der Gewaltentrennung und dem Druck des Kantons folgend, passt Starrkirch-Wil die Gemeindeordnung (GO) an und schafft auf den Beginn der Amtsperiode 1. August 2021 also neu eine reine Fiko. Eine neue separate RPK ist ebenfalls vorgesehen, sie wird allerdings nicht mehr besetzt, sondern ihre Aufgaben werden ganz der Solidis Revisions AG in Olten übertragen. Mit derselben GO-Revision werden die Kompetenzen, wer in der Gemeinde Beglaubigungen vornehmen darf, neu und breiter geregelt.

Daneben galt es, drei neue Reglemente zu verabschieden. Jene über den schulärztlichen Dienst beziehungsweise über die Zahnpflege an der Schule tun den geänderten kantonalen Rahmenbedingungen Genüge. In den Dienst- und Gehaltsordnungen wurden die Entschädigungen für den Präsidenten und den Aktuar der Fiko und RPK angepasst. Die Versammlung stimmte allen diesen Anträgen des Gemeinderats diskussions- und oppositionslos unisono zu.

Gemeindepräsident Bachofner informierte auch darüber, wie es bei der von der christkatholischen Kirchgemeinde erworbenen Kirche samt Gemeindesaal weitergehen soll. Es ist vorgesehen, die dortigen Aktivitäten einem zu gründenden Verein zu übertragen und ihn über eine Leistungsvereinbarung zu unterstützen.

Bei der Ortsplanrevision ist der Stand der Dinge so, dass die eingegangenen Beschwerden derzeit beim Kanton zur Bearbeitung liegen. Von der geplanten Mobilfunkantenne beim Haus Aarauerstrasse 23 hat die Swisscom nach der Opposition aus dem Quartier wieder Abstand genommen.