Busbetriebe Olten Gösgen Gäu

Das Angebot wird zwar immer besser, doch die Fahrgastzahlen stagnieren

Die Busbetrieb Olten Gösgen Gäu AG können die Fahrgastzahlen kaum noch steigern – trotz besserem öV-Angebot: Der Hauptgrund sieht Direktor Toni von Arx in den Verspätungen während den Stosszeiten.

Das gewichtigste Traktandum an der diesjährigen Generalversammlung der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu AG (BOGG) im Busdepot Wangen bei Olten waren die Wahlen. Zwei demissionierende Verwaltungsratsmitglieder waren zu ersetzen und die übrigen Verwaltungsräte für die neue Amtsperiode 2018 bis 2022 zu bestätigen.

Für die zurücktretenden Ursula Rudolf (Lostorf) und Armin Burkhalter (Starrkirch-Wil) wählten die Aktionäre die Gemeindepräsidenten Stefan Berchtold von Hauenstein und Thomas Müller von Lostorf neu ins Führungsgremium der BOGG. Auf Vorschlag von Vizepräsident Paul Stöckli wurde erneut auch Peter Schafer, der seit fünf Jahren als Verwaltungsratspräsident wirkt, für eine weitere Amtszeit das Vertrauen ausgesprochen. Die übrigen bisherigen Mitglieder wurden in globo wiedergewählt.

Der Verwaltungsrat setzt sich somit zusammen aus Peter Schafer (Olten, Präsident), Paul Stöckli (Neuendorf, Vize), Stefan Berchtold (Hauenstein), Marco Dätwyler (Trimbach), Dieter Leu (Rickenbach), Thomas Müller (Lostorf), Markus von Arx (Erlinsbach), Rolf Walser (Aarburg) und Max Zülli (Wangen bei Olten). Die Erfolgsrechnung 2107 schliesst mit einem Betriebsaufwand von 21,4 Millionen Franken ab, das ist doppelt so viel wie vor 20 Jahren Es resultiert ein Jahresergebnis von 320 000 Franken, das den Reserven zugewiesen wird.

Auch beim Geschäftsbericht konnte Verwaltungsratspräsident Peter Schafer über ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr informieren. Die Verkehrserträge wuchsen um 6,8 Prozent. Dies vor allem dank den Nebengeschäften, das heisst den Fahrleistungen, welche die BOGG über den ordentlichen fahrplanmässigen Linienbetrieb hinaus erbracht hat. Dazu gehören etwa die Bahnersatzfahrten für die SBB beim Eppenbergtunnel. Alles in allem transportiert die BOGG mit 144 Mitarbeitenden und 43 Bussen jährlich über 6,7 Millionen Fahrgäste. Im Jahr 2017 konnte ein guter Kostendeckungsgrad von 53,5 Prozent erreicht werden. Peter Schafer sprach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deshalb ein grosses Dankeschön aus.

Ein Wermutstropfen ist, dass die Fahrgastzahlen stagnieren, trotz der ständigen Verbesserung des Angebots. Ihr Wachstum von nur 0,24 Prozent liegt unter dem Bevölkerungswachstum in der Region. Direktor Toni von Arx griff in seinem Bericht dieses Thema ebenfalls auf. Den Grund für die zögerliche Entwicklung bei den transportierten Personen sieht er in der ungenügenden Stabilität des Busbetriebs vor allem in den Stosszeiten. Baustellen und Staus führen zu Verspätungen. Grosse Hoffnungen ruhen deshalb auf der Umsetzung des Mobilitätsplans Olten. Geschäftsbericht und Rechnung wurden ohne Diskussion und Gegenstimme genehmigt.

Sechs neue Busse getauft

Im Anschluss an den geschäftlichen Teil fand in der Wangner Bushalle ein offizieller Teil zum zwanzigsten Jahrestag der BOGG statt. Peter Schafer hielt eine Rückschau auf die letzten zwei Dezennien. Anschliessend überbrachten Baudirektor Roland Fürst und Gemeindepräsidentin Daria Hof die Grüsse und Glückwünsche des Kantons und der Standortgemeinde Wangen. Im Rahmen des Festaktes wurden auch sechs neue Busse, ein Dreiachser auf den Kanton Solothurn sowie drei Dreiachser und zwei Zweiachser auf die Namen der Aktionärsgemeinden Starrkirch-Wil, Winznau, Hägendorf, Wangen und Olten getauft.

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