Olten
Dank erhöhten Parkgebüren: Stadtrat erwartet 780'000 Franken mehr ab 2015

Das Gemeindeparlament befindet am 19. Dezember über die Erhöhung der Parkgebühren. Die Parkplätze Trottermatte und jene an der Aarburgerstrasse sind von der Erhöhung nicht betroffen.

Urs Huber
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Mehr Parkgelder in die Stadtkasse! Eine Gebührenerhöhung steht an.

Mehr Parkgelder in die Stadtkasse! Eine Gebührenerhöhung steht an.

HR.Aeschbacher

Mit 780 000 Franken Mehreinnahmen aus erhöhten Parkgebühren rechnet Oltens Stadtrat ab dem Jahr 2015. Fürs kommende Jahr sollen es, da die Neuregelung erst ab 1. März 2014 in Kraft treten soll und darum als Berechnungsgrundlage bloss zehn Monate dienen, immerhin noch 650 000 Franken sein.

Dies alles unter der Voraussetzung, dass die Auslastung der Parkplätze unverändert bleibt. Ganz ohne Investitionen sind die Mehreinnahmen aber nicht zu haben: Mit der Umstellung aller Ticketautomaten ist eine einmalige Kostenfolge von 26 000 Franken verbunden, was einen Nachtragskredit notwendig macht. Das Parlament wird am 19. Dezember über die Vorlage befinden.

Ausnahmen: Schützenmatte und ...

Ausgenommen von der Gebührenerhöhung sind die Parkplätze Trottermatte (Martin-Disteli-Strasse) und jene an der Aarburgerstrasse (beim Lungomare). Die Parkzeiten sind dort auf 5 beziehungsweise 3 Stunden angesetzt. Ebenso unangetastet bleiben die Parkplätze in der Schützenmatte. Der Tarif bleibt dort auf der bisherigen Höhe: Die erste Stunde kostet 50 Rappen, jede weitere Stunde 1 Franken; die maximale Parkdauer beträgt 4, teilweise gar 11 Stunden beziehungsweise 7 Tage.

Ein Grund für die gewollte Gebührenstabilität in der Schützenmatte: Das Parkierungsangebot dort ist nach Einschätzung der Exekutive seit der ERO-Eröffnung über den Knoten Rötzmatt einfach und bequem zu erreichen. «Dieser Parkraum soll auch künftig von attraktiven, reduzierten Parkgebühren profitieren», schreibt der Stadtrat in seiner Botschaft ans Parlament. Denn wer dort parkiere, entlaste die Kernzone vom Parksuch- und Pendlerverkehr.

Im Grundsatz eine Verdoppelung

Im Grundsatz sieht das neue Reglement eine Verdoppelung der Gebühren für jene Plätze vor, welche mit einer maximalen Parkzeit von zwei Stunden belegt sind. Betroffen von dieser Regelung sind aber auch die Kurzzeitparkplätze in der Innenstadt, am Bahnhof, der Dornacherstrasse Post, bei der Hauptpost und an der Neuhardstrasse: Zwar bleibt dort jeweils die erste Viertelstunde mit Ausnahme der Nutzung Bahnhofplatz gratis, die zweite Viertelstunde (maximale Parkzeit 30 Minuten) schlägt neu aber mit zwei Franken zu Buche. Am Bahnhofplatz sind bei einer maximalen Parkdauer von 30 Minuten zukünftig grundsätzlich zwei Franken zu bezahlen.

Absolut im Rahmen

Der Stadtrat legt den Preiserhöhungen auch Vergleiche mit umliegenden Städten zugrunde und kommt zum Schluss: Bislang waren die Parkplatzgebühren der Stadt Olten «fast ausnahmslos tiefer angesetzt». Zwar will er diesem Vergleich nicht die grosse Bedeutung beimessen, meint aber trotzdem: «Die Erhöhung scheint vertretbar.»