Olten

Da schmunzelt Keith Richards von der Wand

Thomas Droll in seinem Atelier im ehemaligen Sunlight-Areal: Bilder von James Dean und Keith Richards warten.

Thomas Droll in seinem Atelier im ehemaligen Sunlight-Areal: Bilder von James Dean und Keith Richards warten.

Thomas Droll lädt zur Atelierausstellung. Eindrückliche Porträts warten.

Der Maler Thomas Droll, 1967 in Olten geboren und hier verwurzelt, macht im Industriequartier an der Tannwaldstrasse 121 in Olten seine traditionelle Atelierausstellung, in der er dem Publikum in weihnächtlicher Ambiance seine neusten Bilder vorstellt. Vernissage ist am 8. Dezember ab 20 Uhr.

Droll hat zahlreiche aktive Maljahre hinter sich. Viel Anerkennung und Erfahrung haben ihm persönlich Neues gebracht. Nicht nur im Bereich der Malerei, sondern auch im Umfeld von Galeristen im In-und Ausland.

Betritt man über die steile Treppe sein Atelier, wird man gefangen genommen von einer Reihe Bilder mit Strassen, Autos, Hektik, Grossstadtatmosphäre. Seine expressive Malweise ist intensiver geworden, er variiert mit Schichtungen, lässt vieles offen, spielt mit hell und dunkel.

Einzelne Bilder beginnt er mit dunklen Hintergründen, malt dann die Motive hinein und zaubert eine Atmosphäre herbei, die gefangen nimmt. Eine grosse Freiheit in der Gestaltung hat er sich angeeignet, variiert mit Einfällen, mit hellen und dunklen Stellen.

In den letzten Jahren ist das Porträt für ihn wichtiger geworden. Der Tod von Prince berührte ihn tief, und er malte ihn in berührender Art und Weise. So erwachte die Sehnsucht, sich mit Porträts neu auseinanderzusetzen. Es entstanden Porträts des Boxers Ali, Elvis, James Dean und andere mehr.

Weitblicke

Droll ist ein Maler, der Olten kennt und liebt, aber zugleich auch durch Amerikaaufenthalte einen Weitblick erhalten hat. Er liebt das Reisen, und in seiner Malerei kann er solche Zusammenhänge ausleben, auch wenn er sie völlig anders umsetzt.

Er ist ein Maler, der einen grossen Schritt vorwärtsgegangen ist in eine Freiheit des Gestaltens, in eine Leichtigkeit der formalen Strukturen. Das Licht bekommt besondere Bedeutung, Farben, Striche und Akzente, man durchwandert wundersame Hintergründe, bleibt am Gesicht des Portraitierten hängen und erkennt, wie vielschichtig das Leben ist und mit ihm die Malerei, wenn ein Künstler versteht, dies lebendig weiter zu geben.

Genau das ist Thomas Drolls Stärke, das Geschaute zu formulieren, Realitäten aufzuzeigen, die zugleich auch verändert werden. Der soeben erschienene Bildband zu seiner Malerei, den man zur Vernissage erleben darf, zeugt davon, und schenkt dem Betrachter eine Vertiefung, die begeistert.

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