Wangen bei Olten

Cousins wollen mit Fotos ihrer Reisen die Lust auf Natur wecken

Gehört zum bevorzugten Motiv der beiden Cousins: Das Matterhorn.

Gehört zum bevorzugten Motiv der beiden Cousins: Das Matterhorn.

Die Cousins Kadir und Senol Tastan wollen ihr grosses Hobby, die Reisefotografie, vorantreiben. Dazu versuchen sie derzeit via Crowdfunding Geld für eine professionellere Ausrüstung zu generieren.

#wanderlust, #adventure, #beautifulplaces: Wer sich heute für Reiseziele inspirieren lassen will, der braucht bei Instagram, dem sozialen Netzwerk für Fotos und Videos, nur nach einem der genannten Hashtag zu suchen und schon erschliessen sich ihm Abermillionen von Bildern und Videos aus dem globalen Community-Fundus. Auf der anderen Seite bietet es jedermann die Möglichkeit, eigene Schnappschüsse einem globalen Publikum mit rund einer Milliarde Nutzern zu präsentieren.

Auf diesen Zug wollen auch zwei junge Männer aus der Region aufspringen: Die Cousins Kadir und Senol Tastan, aufgewachsen in Trimbach respektive Zuchwil, frönen in der Freizeit ihrer Begeisterung für Fotografie und Reiselust. Im Broterwerb beim Staatssekretariat für Migration beziehungsweise am Flughafen Zürich tätig, nehmen die beiden 27-Jährigen seit geraumer Zeit auf gemeinsamen Reisen und Ausflügen wenn immer möglich ihre Fotoausrüstung mit.

Was als loses Hobby begonnen hat, ist in der Zwischenzeit zu einer festen Beschäftigung geworden, in die viel Energie und Herzblut fliessen. «Durch wohlwollende Rückmeldungen aus unserem Bekanntenkreis sind wir angespornt worden, unser Hobby zu vertiefen. So konnten wir laufend unsere Skills erweitern», erklärt Kadir stellvertretend für die beiden Autodidakten.

Abheben von der Masse

Bewaffnet mit Kamera und Drohne hält das Duo auf Reisen alles fest, was ihnen vor die Linse kommt. Dabei setzen sich die beiden auch gerne selbst in Aktion. Im Nachgang geht es an die Auswahl der besten Aufnahmen und das Nachbearbeiten, worauf die beiden hohen Wert legen.

Kadir Tastan, heute in Wangen bei Olten wohnhaft, zeichnet im Zweiergespann mehr für die Planung und Konzeption verantwortlich, beurteilt die Ergebnisse ihrer Arbeit selbst als «crazy», da ihre Bilder nicht der klassischen Reisefotografien entsprächen, sondern sich durch die Nachbearbeitung sehr attraktiv, aber auch nicht mehr ganz original präsentieren. Damit würden sie sich von der grossen Masse abheben. Nicht zuletzt entspricht dies auch dem Zeitgeist der Instagram-Reisefotografie.

Ein Blick auf die Werke des Duos fördert denn auch durchaus sehenswerte Fotos und Videos, gerne etwas dramatisch und aus der Vogelperspektive, zu Tage. Neben Aufnahmen von verschiedenen Destinationen in den Voralpen, weilten Kadir und Senol zuletzt in Kolumbien, wobei ein Video-Erlebnisbericht zur Inspiration entstanden ist.

Die Produkte ihrer Tätigkeit landen in erster Linie auf sozialen Medien wie Instagram, wo ihre Arbeit durchaus Früchte trägt, wie ein Blick auf ihr Instagram-Profil («sktarts») verrät. Die beiden Cousins können in der Zwischenzeit immerhin auf eine Basis von 10'000 Followers zählen.

Zu ihrer Motivation berichtet Kadir Tastan: «Wir wollen die Leute anspornen rauszugehen, die Schönheit der Natur zu erleben.» Viele Junge wüssten gar nicht was sie alles verpassen, wenn sie stets drinnen oder sich immer nur an ihnen bekannten Orten aufhalten würden. Denn die Schweiz sei so kleinräumig, da seien all die schönen Flecken schnell zu erreichen. Schliesslich sei es für das Duo auch die Möglichkeit zwei gemeinsame Leidenschaften zu frönen.

Die Schönsten vor die Linse

Für ihr nächstes grosses Projekt wollen die beiden hierzulande die fünfzig schönsten Sehenswürdigkeiten aufstöbern und mit der Kamera dokumentieren. Daraus soll eine Videoproduktion entstehen, welche die Schweiz eben von ihrer schönsten Seite zeigen soll. Derzeit veranstalten die beiden Cousins ein Crowdfunding, um die Mittel für eine professionelle Fotografie-Ausrüstung zu generieren.

Dabei hoffen die beiden auf Finanzspritze von 5000 Franken aus der Schwarmfinanzierung, wobei eine Top-Ausrüstung mehr als das Doppelte kosten dürfte. Noch läuft das Crowdfunding mehr als verhalten. Nach etwas mehr als der Hälfte der Sammelfrist ist statt der angestrebten Summe erst ein Betrag im tiefen dreistelligen Bereich zusammengekommen.

Da muss also noch etwas gehen. So oder so wollen sich die beiden Reisefotografen nicht entmutigen lassen: «Wir machen ganz sicher weiter. Wir mussten uns als absolute Anfänger ohnehin alles hart erarbeiten, da lassen wir uns auch von einem solchen Rückschlag nicht vom Weg abbringen.»

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