Nach einer fünfmonatigen Umbauzeit präsentiert sich das bedeutendste Warenhaus der Stadt Olten, das Coop City, im neuen Kleid. Vorbei die Zeiten, als sich Kunden und Angestellte noch mit Baulärm und anderen Immissionen konfrontiert sahen, manch einer vielleicht hinter vorgehaltener Hand fluchte, weil er sein «Ding» nicht mehr auf gewohntem Wege erreichte.

Ab Donnerstag zeigt sich das Coop City in verändertem Outfit und beweist: Baulärm und andere damit verbundene Unannehmlichkeiten in Kauf genommen zu haben, hat sich gelohnt.

Das Warenhaus präsentiert sich unter der Prämisse «moderner, emotionaler und zukunftsweisend». Bis zu 100 Handwerker waren zeitweise bei der Umsetzung des Konzepts auf derselben Baustelle zu finden. Und: Allein für das Facelifting der Verkaufsräumlichkeiten hat Coop rund neun Millionen Franken investiert.

So präsentiert sich das Cachet des Hauses: Bei Bekleidung und weiteren ...

So präsentiert sich das Cachet des Hauses: Bei Bekleidung und weiteren ...

Im Mittelpunkt

«Die Ware soll vermehrt im Mittelpunkt stehen», beschreibt Regionalleiter Mitte, Christian Jochberg, die neue Atmosphäre. Was so viel heissen soll wie: weniger sichtbare Gestelle und Präsentationsmöbel, mehr Raum, Leichtigkeit, Lichtheit und ein doch freierer Zugang zum Angebot.

... Accessoirs.

... Accessoirs.

«Bella Casa» – schönes Haus – nennt sich die neue Einrichtungslinie, von der Geschäftsleiter Hans Ruedi Kern und Christian Jochberg überzeugt sind: «Mit diesem Konzept sprechen wir moderne Menschen an, für die ein attraktives Einkaufserlebnis genau so wichtig ist wie der nachhaltige Umgang mit Materialien und Produkten.»

Und augenscheinlich wirkt Bella Casa. Auf rund 4500 Quadratmetern «finden Besucherinnen und Besucher alles, was sie von einem Warenhaus erwarten dürfen», so Kern und Jochberg unisono.

Gut 45 000 Artikel nämlich bietet das Warenhaus mit Tradition in seinem Sortiment. Die Kunden jedenfalls sind gespannt: «Es nimmt einen schon wunder, wie alles aussieht, wenn keine Absperrbänder mehr den Weg verstellen», so ein etwas älterer Kunde, der im Eingangsbereich des Hauses auf seine Begleiterin wartet.

Und: ja, ja, man sei öfters im City, mindestens dreimal die Woche. Er jedenfalls finde das Haus und dessen Angebot sehr gut. Auf jeden Fall so lange er das Gewünschte finde. Er lächelt.

Neues für die Weiblichkeit

Apropos Angebot: «Besonders im Interesse der weiblichen Kundschaft hat Coop City die Kosmetikabteilung erweitert und neue Produkte ins Sortiment aufgenommen», so Jochberg.

«Speziell auch aus dem Bereich Naturkosmetik», wie Kern ergänzt. Überhaupt legen die Verantwortlichen grosses Gewicht auf Ökologie. «Naturaline», die Linie mit der Kontrolle bis hin zum Anbauer der Rohstoffe, ist fast so etwas wie omnipräsent und wird auch entsprechend präsentiert im Hause.

Überrascht etwa mag der Zeitgenosse auch bezüglich Angebot an Wolle beziehungsweise Mercerie sein. «Dieses Sortiment ist wieder vermehrt gefragt, ist im Kommen», verrät Kern. Natur und Natürlichkeit gehen noch weiter im Haus.

So, lassen sich Kern und Jochberg zitieren, habe man bei der Wahl der Ausbaumaterialien auf deren natürliche Wirkung gesetzt. Das soll der Befindlichkeit guttun.

Hereinspaziert

Natürlich: Eine quasi Wiedereröffnung geht nicht spurlos an Haus und Kunden vorbei. Vom 29. bis 31. Oktober überrascht Coop City Kundinnen und Kunden mit kleinen Aufmerksamkeiten und gewährt im ganzen Haus einen Eröffnungsrabatt von zehn Prozent.

Einen Ansturm erwartet Hans Ruedi Kern übrigens nicht, «denn wir hatten ja auch während der Umbauzeit geöffnet», wie er sagt. Anders wäre es gewesen, wäre das Haus geschlossen geblieben.

Aber dennoch: Für Kern ist das kommende Wochenende die perfekte Gelegenheit, sich im City umzuschauen. Nicht zuletzt für Familien; denn als einziger Anbieter in der Schweiz führt Coop neu das Modelabel F+F für Damen, Herren und Kinder; also eben für Familien.