Oltner Fasnacht

Christof Schelbert gewinnt Plaketten-Wettbewerb schon zum neunten Mal

Das FUKO-Management-Seminar präsentiert am Neujahrstag die auserkorene Fasnachtsplakette 2016. Sie kommt einmal mehr von Christof Schelbert. Es ist sein neunter Streich.

Der Plaketten-Chef Raphael Sutter moderierte die Präsentation der heurigen Fasnachtsplakette halbwegs in der Sprache Shakespeares. Er begrüsste am Nachneujahrstag die närrischen Gäste im «Fuulhorn» mit «Ladies and Gentlemen» und funktionierte in seiner launigen Rede die Plakettenprämierung in ein FUKO-Management-Seminar um.

Schliesslich nennt sich der diesjährige Obernaar auch MacSven, in Anlehnung an Macbeth, den König von Schottland aus der berühmten Shakespeare-Tragödie. Deshalb heissen die Künstlerinnen und Künstler, die mit ihren Entwürfen am Wettbewerb der schönsten Oltner Plakette teilnahmen, nicht mehr Kreateurinnen und Kreateure, sondern Art Directors.

And The Winner is …

Insgesamt 19 solche Art Directors haben total 24 Entwürfe für die Fasnachtsplakette 2016 eingereicht. Der Gewinner ist einmal mehr Christof Schelbert. Das Mitglied der Trimbacher Bazille-Zunft beteiligt sich seit 2003 am Wettstreit der Plakettengestalter.

Mit der heurigen Fasnachtsplakette ist es bereits das neunte Mal, dass er den ersten Platz erringt. Auf Rang zwei schaffte es Vorjahressieger Frank Schmohl, der kreative Buchhalter aus Weil am Rhein im Markgräfler Land. Den dritten Podestplatz belegte Ernst von Arx aus Egerkingen, Sujetmaler bei der Wagenbauer-Equipe der Sälizunft.

Das Leitmotiv der Banausenzunft, die an der Fasnacht 2016 den Obernaar MacSven stellt, lautet «Schmierentheater». Es ist aber ausdrücklich nicht verlangt, dass die Art Directors dieses Motto für die Fasnachtsplakette aufgreifen. Einzige Vorgabe ist, dass die fünf gestalterischen Elemente, nämlich der Oltner Stadtturm, die drei Tannen, die zwei Worte FUKO und Olten sowie die Jahreszahl, diesmal also 2016, zwingend auf der Plakette untergebracht werden müssen.

Trotzdem haben mehrere Kreateurinnen und Kreateure das Theater-Motiv aufgenommen. Bei der Siegerplakette von Christof Schelbert treten drei Figuren aus dem venezianischen Carnevale zwischen den Bühnenvorhängen hervor. Mehr auf das Schmieren als auf das Theater hat Frank Schmohl das Schwergewicht gelegt. Eine geschmierte Fussballer-Marionette mit Geldsack und Notenbündel in den Händen hängt an den Fäden von korrupten Fifa-Funktionären als Strippenzieher. Auf eine andere Art hat Kurt Burkhardt das Motto interpretiert. Seine Narrenfigur taucht einen grossen Pinsel in den mit «Ölton» etikettierten Schmieröltopf.

Der drittplatzierte Ernst von Arx wiederum hat nicht das Schmiertheater, sondern die Fasnacht generell thematisiert. Seine Plakette zeigt einen «Ueli» (Eulenspiegel) mit Narrenkappe, der sich demaskiert. Eine originelle Idee setzte Silvia Heuberger um: Der Oltner Stadtturm schmilzt hinweg wie ein weicher Käse.

Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von der Banausenzunft. Neben dem obligaten Obernaarenlied sang sie als Premiere den Mitmach-Song «Voll derby – mir faaren ii» nach der Melodie von «Son of a Bitch» von Nathaniel Rateliff.

Abschied vom Plakettenobmann

Mit diesem Event verabschiedete sich auch Jurypräsident Raphael Sutter. Dreizehn Jahre amtete er im FUKO-Rat, neun davon als Plakettenchef. Anfänglich fand die Rangverkündigung im kleinen Kreis im Oltner Fasnachtsarchiv statt.

Nach der ersten öffentlichen Präsentation der Siegersujets bei eisiger Kälte im Stadtpark wechselte die Plakettenprämierung 2010 ins städtische «Fuulhorn». Dieses Jahr beginnt die Fasnacht extrem früh mit dem Naarestopf schon am 3. Februar, knappe drei Wochen nach Hilari; nur 2008 fiel der Naarestopf auf ein früheres Datum (29. Januar). Die angefressenen Fasnächtler können also pausenlos feiern.

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