Corona-Krise

Busbetrieb Olten Gösgen Gäu schränkt Dienste ein – bestimmte Kurse fallen weg

Die BOGG sind ab Montag spürbar weniger oft unterwegs.

Die BOGG sind ab Montag spürbar weniger oft unterwegs.

Der Übergangsfahrplan des Busbetrieb Olten Gösgen Gäu gilt bis mindestens 29. April 2020.

Im Zeichen der Coronakrise ändert auch der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu (BOGG) seinen Fahrplan und reduziert die Einsätze. Dieser Prozess verläuft schweizweit. Für BOGG-Kunden ist vor allen Dingen zu beachten, dass die Taktgestaltung der einzelnen Linien ändert. Welches aber sind die markanten Anpassungen? Grob gesagt: Linien, die bislang im Viertelstundentakt bedient wurden, werden neu auf den Halbstundentakt reduziert; jene, die bislang im Halbstundentakt bedient wurden, werden nun noch im Stundentakt befahren.

Ausgedünnt verkehrt die Linie 517 (Lostorf-Obergögen Dulliken), sowie die Linie 518 (Rohr-Lostorf-Mahren). «Ausgedünnt heisst, dass bestimmte Kurse nicht mehr angeboten werden», so Toni von Arx, Direktor der BOGG. Keine Veränderung erfährt etwa die Linie 555 (Hägendorf-Allerheiligen-Langenbruck), sieht man vom Umstand ab, dass der Betrieb übers Wochenende eingestellt wird. Gar keine Änderung hingegen erfährt die Linie 506 (Wisen-Hauenstein-Olten).

Regelungen gelten ab kommendem Montag

Diese neuen Regelungen, die unter der Prämisse des «minimalen Grundangebotes» stehen, gelten ab kommendem Montag, 23. März und dauern mindestens bis 29. April. Bereits am Freitag etwa ist das vor gut 20 Jahren eingeführte Nachtwellen-Angebot gestrichen worden.

Bei den getroffenen Massnahmen handle es sich um den grössten Fahrplanwechsel in so kurzer Zeit, schreibt die BOGG in ihrer Medienmitteilung. «Gerade in den ersten Tagen kann es vermehrt zu Anschlussbrüchen kommen», sagt BOGG-Direktor Toni von Arx. Dies, weil sich der öffentliche Verkehr (öV)schweizweit unter den neuen Umständen erst einpendeln müsse. Einen kleinen Trost hält der öV allerdings doch bereit. Billette von Reisenden, die den Anschluss verpasst haben, behalten uneingeschränkt ihre Gültigkeit.

Warum überhaupt die Einschränkungen? Für von Arx sind diese eine Möglichkeit, mit dem jettz definierten Grundangebot die Umsetzung der «Social Distancing»-Empfehlung des Bundes anzugehen. «Wir werden nach Möglichkeit immer die Gelenkbusse zum Einsatz bringen», so der Direktor. Nur so nämlich könnten die Distanzen unter den Fahrgästen auch gut eingehalten werden. Wie der BOGG-Direktor weiter ausführt, sind seit Einführung der Notstandsmassnahmen die Passagierzahlen um satte 80 Prozent eingebrochen.

Die Reduktion auf ein Grundangebot sei also durchaus vertretbar. Die Einschränkungen im Angebot haben nach Auskunft von Toni von Arx nur marginale Auswirkungen auf die Besoldung der Chauffeusen und Chauffeure. «Unter Umständen fallen gewisse Zulagen weg», wie von Arx auf Nachfrage erklärt. Fahrpersonal über 65-jährig kommt nicht mehr zum Einsatz , ebenso wenig solches mit krankheitsbelasteter Geschichte.

Bislang eingeführte Regeln gelten weiter

Weiterhin wird zum Schutz des BOGG-Personals kein Ticketverkauf im Wagen möglich sein, der Einstieg vorne ist lediglich sehbehinderten Personen gestattet. Auch der Durchgang zum Fahrpersonal bleibt gesperrt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1