Oensingen
Bürgerpräsident Urs Berger tritt nach 36 Jahren zurück

Die Bürgergemeinde Oensingen wird heuer einen neuen Präsidenten wählen. Urs Berger wird sein Amt auf den 30. Juni 2013 abgeben. Er ist seit 1977 Präsident der Bürgergemeinde .

Bruno W. Heiniger
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Urs Berger im Werkhof der Bürgergemeinde Oensingen.

Urs Berger im Werkhof der Bürgergemeinde Oensingen.

Bruno Kissling

Bürgerpräsident Urs Berger hatte bei der Bürgergemeindeversammlung viele Zahlen und Fakten zu präsentieren. Er freute sich darüber, dass immerhin 25 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger den Weg in die Brüggmatt gefunden hatten.

Aber er vermeldete auch, dass er sein Amt auf den 30. Juni 2013 abgeben werde. Berger war ab 1977 Präsident, ab 1965 Mitglied des Bürgerrats und ab 1961 Mitglied der Rechnungsprüfungskommission. Ein Nachfolger für Urs Berger ist im Gespräch, aber offiziell ist noch nichts. Für die Bürgerratswahlen sieht es ganz nach stillen Wahlen aus. Vakanzen konnten besetzt, die überparteilichen Wahlvorschläge präsentiert und durch Unterschrift bestätigt werden.

Im ersten Geschäft ging es um Einbürgerungsgesuche, darunter auch eines einer Schweizerin, die schon seit zwanzig Jahren in Oensingen lebt. Die drei anderen Gesuche stammen von Personen aus Ländern Osteuropas. Das Ortsbürgerrecht zugesichert wurde Bloch Claudia, Yayin Kleindienst Kadriye (türkische Staatsbürgerin), Stevanovic Gorana (kroatische Staatsbürgerin) und Mumdzic-Medovic Ismeta (serbische Staatsbürgerin) mit Sohn Ersan.

Überschuss von 3700 Franken

Verwalter Reto Bobst orientierte über das Budget 2013 mit einen Ertragsüberschuss von 3783 Franken (Vorjahr 3263). Erwähnenswerte Veränderungen sind etwa tiefere Lohnkosten im Forstbetrieb (Wegfall eines Mitarbeitenden).

Für den Unterhalt der Roggenstrasse soll weniger eingesetzt werden, dafür sind jährlich 15000 Franken vorgesehen für die Stiftung Schloss Neu-Bechburg (ab 2013 während vier Jahren). Ein happiger Brocken ist vorgesehen für die Instandstellung des Parkplatzes beim Berggasthof Roggen. Einen Minusertrag sieht auch das Bürgerhaus Roggen vor; dort wird mit dem Ersatz einer Profi-Abwaschmaschine auch der Abschreibungsbetrag erhöht.

Während die Kiesgrube weiterhin eine gute Einnahmequelle ist, steckt der Forstbetrieb nach wie vor noch in Minuszahlen. Dies vorab wegen niedriger Holzpreise, aber nicht nur. Hohe Abschreibungen bei Heizzentrale, Fotovoltaikanlage sowie das Dach über dem Werkhof reissen innerhalb des Forstbetriebes den Defizitbetrag in die Höhe. Sieht man von den Abschreibungen ab, sieht das eigentliche Forstdefizit gar nicht so schlimm aus und ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich tiefer.

Alterswohnen statt Spitex

Nicht zuletzt sind es auch die zusätzlichen Abschreibungen (Heizzentrale, Forsthalle und Fotovoltaikanlage) in der Höhe von 225000 Franken, die das Ergebnis nach unten drücken und so zum Ertragsüberschuss von weniger als 4000 Franken führen.

In der Beratung stellte Werner Hunziker Antrag, den für die Spitex Gäu vorgesehenen Betrag neu dem Verein für Alterswohnen zuzusprechen. Denn die Spitex im Gäu sei eine Einheit sei und man könne nicht Oensingen alleine unterstützen. Beim Verein für Alterswohnen sei die Ausgangslage anders. Hier könne die einheimische Bevölkerung besser berücksichtigt werden. Dem Antrag, wie auch dem gesamten Budget wurde zugestimmt.