Gunzgen

Bürgergemeinde hat für eine Million Franken Bauland gekauft

Land im Ghöl: Die Bürger Gunzgens haben dem Kauf von 2230 Quadratmetern Bauland zugestimmt.

Land im Ghöl: Die Bürger Gunzgens haben dem Kauf von 2230 Quadratmetern Bauland zugestimmt.

Die Bürgergemeinde Gunzgen will im Ghöl eine Baulandparzelle kaufen und den Boden später im Baurecht abgeben.

Die ordentliche Gemeindeversammlung der Bürgergemeinde Gunzgen am Dienstag behandelte die Rechnung des vergangenen Jahres und den Voranschlag für das nächste Jahr. In der laufenden Rechnung 2019 resultierte ein Ertragsüberschuss von rund 1,433 Mio. Franken. Der Bürgerrat beantragte, diese Summe aufzuteilen. Für zusätzliche Abschreibungen werden 595'282 Franken eingesetzt, mit 0,5 Mio. Franken wird die Wiederaufforstung des Grubenareals vorfinanziert und die restlichen 339'219 Franken werden beim Eigenkapital verbucht. Nachdem Verwalterin Sarah Menge die grössten Abweichungen vom Budget erläuterte hatte, stimmten die 16 anwesenden Stimmberechtigten der Rechnung diskussionslos und einstimmig zu.

Der Voranschlag 2021 rechnet ebenfalls mit einem Gewinn. Zwar schliesst die Bürgerrechnung für sich genommen mit einem Minus von 321'900 Franken ab. Da jedoch aus den Liegenschaften und den Wohnbauten Ertragsüberschüsse anfallen, resultiert unter dem Strich ein Plus von 117'800 Franken. Die Versammlung genehmigte das Budget einstimmig.

Landkauf im Ghöl unbestritten

Präsident Urs Marbet stellte zwei Kreditanträge vor. Der Bürgerrat beantragte, im Ghöl eine Baulandparzelle zu erwerben. Das 2230 Quadratmeter grosse Grundstück im Winkel zwischen Allmendstrasse und Bornstrasse kann von den Martin Heims Erben zum Preis von 1,04 Mio. Franken gekauft werden. Den Quadratmeterpreis von 460 Franken gilt als ortsüblich und angemessen. Die Kanzleigebühren werden ususgemäss geteilt. Die Kaufsumme kann die Bürgergemeinde aus den Eigenmitteln finanzieren. Es ist vorgesehen, den Boden im Baurecht weiter abzugeben.

Das zweite Kreditbegehren betraf die Wasserleitung in der Mittelgäustrasse. Im Bereich zwischen der alten Poststrasse und der Sonne sollen die alten Leitungen ersetzt werden, Kostenpunkt: 230000 Franken. Beide Anträge fanden einstimmig die Gnade der Anwesenden.

Eine Formalität war die Schlussabrechnung der neuen Heizzentrale für die Mehrfamilienhäuser der Gunzger Bürgergemeinde im Niederhof. An der Versammlung 2019 hatte die Bürgergemeinde die Summe von 1,9 Mio. Franken für eine Holzschnitzelheizung bewilligt. Die Bauleute hatten Wetterglück.

Zudem stellte sich während der Arbeiten heraus, dass alte Wasserleitungen, deren Ersatz budgetiert war, sich als inzwischen unbenutzt entpuppten und kostengünstiger einfach entfernt werden konnten. Somit kostete der Heizungsneubau am Ende bloss 1,686 Mio. Franken, die aus dem eigenen Vermögen bezahlt werden konnten. Nach den Sommerferien wurde die Heizzentrale eingeweiht, und im September 2020 hat sie nun den ordentlichen Betrieb aufgenommen. Auch diesen Antrag verabschiedete die Versammlung einstimmig.

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