Boningen

Bürgergemeinde geht mit dem Kieswerk ein Bündnis bis ins Jahr 2058 ein

Die erste Kieslieferung aus Boningen erfolgte im Februar 1962, vor mehr als 57 Jahren also

Die erste Kieslieferung aus Boningen erfolgte im Februar 1962, vor mehr als 57 Jahren also

An der Gemeindeversammlung in Boningen wurde ein Baurechtsvertrag der Kieswerk Boningen AG eingegangen. In 39 Jahren wird dieser auslaufen.

In Boningen sind die Kiesvorkommen erschöpft. «Die letzte Schaufel wurde gehoben», so Bürgerpräsident Otto Jäggi an der von neun Stimmberechtigten besuchten Versammlung der Bürgergemeinde Boningen. Deshalb war es zumindest für Aussenstehende eher verwirrlich, im zur Debatte stehenden Traktandum «Begründung eines selbständigen und dauernden Baurechts» von der Dienstbarkeit des «Kiesabbaurechts» zu lesen. «Als das Vertragswerk in seiner Entstehung war, lief der Kiesabbau noch», erklärte Jäggi die Situation. Nun seien die letzten Vorkommen noch vor Inkrafttreten des neuen Vertragsbeginns abgetragen worden. «Es geht vor allen Dingen um die Textpassage, in welcher von der Auffüllung des Abbaugebietes die Rede ist; daran hat sich eben nichts geändert, weil dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist.»

Baurechtsvertrag gültig bis ins Jahr 2058

Item: Das Vertragswerk zwischen der Bürgergemeinde Boningen und der Kieswerk Boningen AG wurde einhellig gutgeheissen. Die Bürgerschaft hat sich darin nach allen Seiten gut abgesichert. Sogar Vorkehrungen, welche die Wiederherstellung des ursprünglichen Geländezustands bei ordentlichen oder frühzeitigem Heimfalls garantieren sollen, wurden vereinbart.

Das umfangreiche Vertragswerk soll bis zum Jahr 2058 Gültigkeit haben und verspricht, auch nachdem der Kiesabbau mittlerweile ein Ende gefunden hat, der Bürgergemeinde ansehnliche Baurechtszinsen. Die Fläche von rund 76 000 Quadratmetern wirft gemäss Vertrag jährlich eine mittlere sechsstellige Summe ab. Jäggi deutete bei seinen Ausführungen an, die Bürgergemeinde habe gut verhandelt und das Mögliche möglich gemacht.

Unter den gleichen Vertragspartnern wurde an der Bürgerversammlung ein weiterer Baurechtsvertrag einstimmig verabschiedet. Darin wird der Kieswerk Boningen AG ebenfalls für die Dauer bis 2058 das Recht eingeräumt, auf Bürgergrund eine Transportförderanlage und eine asphaltierte Verbindungsstrasse zwischen den Kieswerken Boningen und Gunzgen zu errichten und zu betreiben. Rund 2'000 Quadratmeter Land auf Boninger Boden werden dafür notwendig. Der aufkommende Verkehr auf der Strasse ist auf täglich rund zehn Bewegungen limitiert.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1