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Nach drei Wochen Sommerpause hat die Oltner Jugendbibliothek wieder offen: «Man merkt, dass sie die Bibliothek vermisst haben»

Lesebegeisterte können wieder in die Jugendbibliothek in Olten gehen. Leiter Roland Hochstrasser erzählt, wie die Bibliothek während der Sommer- und der Ferienzeit benutzt wird.

Lavinia Scioli
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Roland Hochstrasser, Leiter der Jugendbibliothek Olten, erzählt von der Nutzung der Bibliothek während der Sommer- und Ferienzeit.

Roland Hochstrasser, Leiter der Jugendbibliothek Olten, erzählt von der Nutzung der Bibliothek während der Sommer- und Ferienzeit.

Bruno Kissling (Archiv)

Die Türen der Klassenzimmer sind noch geschlossen. Schülerinnen und Schüler geniessen derweilen noch die letzten anderthalb Wochen ihrer Sommerferien. Nach einer dreiwöchigen Sommerpause hat auch die Jugendbibliothek in Olten wieder geöffnet.

Die Frequenz der Besucherinnen und Besucher habe jeweils am Anfang der fünfwöchigen Sommerferien abgenommen, sagt Roland Hochstrasser, Leiter der Jugendbibliothek Olten. Viele Schülerinnen und Schüler seien zu der Zeit in den Ferien, in Lagern oder verweilen bei Schönwetter in der Badi. Deshalb werde die Bibliothek auch jeweils für drei Wochen geschlossen. «Das ist die günstigste Zeit», sagt Hochstrasser. Während der restlichen Ferien ist die Jugendbibliothek jedoch offen.

Pünktlich zum Ferienpass-Angebot kommen dann die ersten Jugendlichen aber wieder aus den Sommerferien zurück. Hochstrasser: «Man merkt, dass sie die Bibliothek vermisst haben.» Die Kinder würden wieder hineinströmen und schauen, was Neues in den Bücherregalen zu finden sei, so der Leiter der Jugendbibliothek.

Doppelt so viele Bücher dürfen ausgeliehen werden

Vor den Sommerferien und vor der Schliessung der Bibliothek können mehr Medien ausgeliehen werden: Normalerweise dürfen bis zu zehn Bücher mit nach Hause genommen werden. Vor der Sommerschliessung können aber bis zu doppelt so viele Medien ausgeliehen werden.

Während der Ferien würden aber vor allem Bücherwürmer das Angebot der Jugendbibliothek nutzen, sagt Hochstrasser. Diese würden jeweils die Regale durchstöbern und einige Bücher mit nach Hause nehmen.

Bei den warmen Temperaturen gebe es aber auch Leserinnen und Leser, die etwas länger in der Bibliothek verweilen: Wegen der kühlen Räume nehmen sich die Schülerinnen und Schüler oft ein Buch zur Hand und setzen sich damit in die Bibliothek.

Dies könne aber auch daran liegen, dass in den Ferien der Alltag zeitlich nicht gleich geregelt ist wie während der Schulzeit. So bleibe neben den Hobbys mehr Zeit für den Besuch in der Bibliothek. Andere Jugendliche, die nicht gleich lesebegeistert seien, kämen in den Ferien weniger in die Bibliothek. Gemäss Hochstrasser könnte dies daran liegen, dass sie etwas überfordert seien mit der Bücherauswahl und Beratung brauchen.

Ferienzeit bedeutet Genrewechsel bei Büchern

Während der Schulzeit seien vor allem die Regale der Sachbücher leer, da diese für Schularbeiten benötigt werden. Während der Ferien würden sich diese Regale aber jeweils wieder füllen – dafür andere leeren: Etwa die Abteilung für Unterhaltungsbücher und Comics, sagt Hochstrasser.