Walter Rickenbacher, Präsident des Trägervereins Schützi Olten, spricht von einer sehr guten Wahl. «Thomas Knapp bringt alle Voraussetzungen mit, den grossen Fussabdruck, den Oli Krieg hinterlässt, auszufüllen. Er ist über die Region hinaus bestens vernetzt, sowohl in der Kulturszene als auch beim Gewerbe und in der Politik.» Wie Rickenbacher ergänzt, habe ein Ausschuss Knapp dem Vorstand zur Wahl vorgeschlagen. «Wir haben zuvor intensive Gespräche geführt. Er hat uns mit seinem Auftreten und seinen Ideen überzeugt.» Auch der jetzige Geschäftsführer Oli Krieg hat sich für Knapp ausgesprochen. «Bei meinen Überlegungen war dies einer der wichtigsten Punkte. Oli hat mich darin bestärkt, die Herausforderung anzunehmen», sagt Knapp.

Oli Krieg bleibt vorerst erhalten

Ab 1. Januar 2019 wird er seine Arbeit als Geschäftsführer des Kulturzentrums Schützi aufnehmen – vorerst in einem 50-Prozent-Pensum. Oli Krieg und Esther Straumann, die sich beide auf Ende Jahr frühzeitig pensionieren lassen, bleiben der Schützi aber noch mindestens ein halbes Jahr erhalten. «Ich habe mich dafür eingesetzt, dass sie weiterhin für die Schützi in einem kleinen Pensum tätig sein können. So erhalte ich noch Gelegenheit, von ihrer grossen Erfahrung zu profitieren.

Denn das ganze Schützi-Team hat in den vergangenen über fünfzehn Jahren einen tollen Job gemacht.» Deshalb will Knapp zu Beginn auch nicht viel ändern und von neuen Strategien reden. «Zuerst werde ich mir Einblick in alle Arbeitsabläufe verschaffen. Vorerst gilt es, die Kontinuität zu bewahren», sagt er. Er wolle den besonderen Schützi-Geist des Kulturzentrums bewahren. «Ich versuche aber, die Türen für Firmenanlässe und andere Veranstaltungen noch mehr zu öffnen. Ist die Schützi gut ausgelastet, profitiert die Kultur direkt von einem Kulturrabatt. Aber diesen muss man sich zuerst erarbeiten.»

Bereits jetzt wird Knapp im Ausschuss strategisch mitarbeiten. Die Leitung des Knapp Verlags wird er vorläufig behalten. «Wir haben schon heute schlanke Strukturen mit ausgelagerter Logistik, Grafik und Lektorat. Sollte auf Dauer die Doppelbelastung aber zu gross werden, würde ich im Verlag die Strukturen anpassen.»