Olten

Blick fürs Ganze vonnöten – Zukunft der Minigolfanlage weiterhin ungewiss

Der Zustand der Minigolfanlage ist «himmeltraurig».

Der Zustand der Minigolfanlage ist «himmeltraurig».

Die Sportpräsidentenkonferenz stand im Zeichen von Schulhausneubau und Minigolf. Am meisten Zündstoff enthält weiterhin die Minigolfanlage nach dem Konkurs der Betriebsgesellschaft und dem Übungsabbruch durch die Sportpark Olten AG.

Knapp drei Dutzend Vertreter von Sportvereinen folgten der Einladung der Direktion Bildung und Sport (Bispo) zur 24. Präsidentinnen- und Präsidentenkonferenz. Im Saal des Gemeindeparlaments wurde deutlich, dass sich für das Kleinholz als Sportareal eine neue Gesamtschau aufdrängt. Die weiter offene Frage nach der Zukunft der Minigolfanlage und der anstehende Schulhausneubau rufen nach einem neuen Masterplan im Stil der Sportstättenplanung aus dem Jahr 2005, als sich Stadtrat und Parlament gegen eine Verlegung der Anlagen nach Olten SüdWest entschieden.

Am meisten Zündstoff enthält nach wie vor der Umgang mit der Minigolfanlage nach dem Konkurs der Betriebsgesellschaft und dem Übungsabbruch durch die Sportpark Olten AG (SpoAG) im August 2016. Stadträtin Iris Schelbert wies darauf hin, dass sich die Ausgangslage nach dem Aufkauf der Liegenschaft durch die Einwohnergemeinde nicht wesentlich geändert habe. Zwar habe das Gemeindeparlament das Postulat von Christoph Fink für den Erhalt der Bahnen als erheblich erklärt, doch sei der Zustand der Anlage für eine Wiederinbetriebnahme «himmeltraurig». Das Postulat beauftrage den Stadtrat bloss, den Betrieb zu prüfen, bisher habe sich dafür niemand gemeldet.

Diese Stellungnahme rief den Widerspruch von Peter Arber hervor. Ausgerechnet auf sein 50-Jahr-Jubiläum hin müsse der Minigolfclub Olten als mehrfacher Schweizer Meister mit Enttäuschung feststellen, «dass wir Geschichte sind in Olten.» Als dessen Präsident rief er in Erinnerung, dass vor den Baumassnahmen im Kleinholz ein rentabler Betrieb der Anlage möglich gewesen sei.

Das Missmanagement der SpoAG sei für die roten Zahlen 2015 und 2016 sowie für den Investitionsbedarf wegen entstandener Schäden an Flachdach und Store verantwortlich. Arber bot an die Adresse der Baudirektion an, sich nochmals für eine Lösung an einen Tisch zu setzen. Ansonsten gehe er davon aus, dass die Minigolfanlage der polysportiven Halle «Sports Performance Center» weichen müsse. Auch an der DV der IG Sport Olten appellierte der Präsident des Minigolfclubs Olten, sich für die Zukunft der Minigolfer einzusetzen.

Die Betriebskostenbeiträge für den Eissport hätten vor vier Jahren wohl nur die Gnade des Volkes gefunden, weil die SpoAG noch den Betrieb der Minigolfbahnen als Auftrag gefasst habe. Bei der wieder anstehenden Urnenabstimmung für die nächste Vierjahresperiode könnten sich nun einige Fruststimmen ergeben. Martin Grütter stellte als Präsident der IG Sport Olten klar, dass die Organisation der Sportvereine eine Diskussionsplattform für Vereine biete, die auf den Vorstand zukämen, selber aber nicht einseitig Stellung nehmen wolle. Kassier Heinz Eng rief zu Realismus auf, was den Investitionsbedarf beim Minigolf betreffe und verwahrte sich gegen das Ausspielen von Vereinen und Sportarten.

Bei der allgemeinen Stossrichtung der Entwicklung und den geplanten Investitionen demonstrierten Behördenvertreter und die Delegierten der IG Sport Olten am Mittwochabend Einigkeit. Iris Schelbert zeigte die Mehrjahresplanung auf, bei der im nächsten Winterhalbjahr der Rasensanierung im Stadion Kleinholz Priorität zukommt. Die Bildungsdirektorin ging näher auf den Schulhausneubau im Kleinholz ein. Zum 15-Millionen-Paket gehört auch eine über den Bedarf der Schule hinausgehende Dreifachturnhalle. Während die Vereine dadurch profitieren, gilt es andererseits den Verlust der Fussballfelder zu kompensieren. Vor allem die Fussballvereine mahnten deshalb an, rechtzeitig in die Planung einbezogen zu werden.

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