Egerkingen
Blaue Zone und Parkuhren: In Egerkingen muss Ordnung her

Bald soll mit der «Wildparkiererei» in Egerkingen Schluss sein. Eine Vernehmlassung zur Parkplatzbewirtschaftung läuft bereits. In der Gemeinde sei man daran interessiert, dass endlich Ordnung einkehre, sagt Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi.

Myriam Sperisen
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Parkplatz gesucht? In Egerkingen soll Ordnung herrschen.

Parkplatz gesucht? In Egerkingen soll Ordnung herrschen.

zvg

Die Egerkinger Bevölkerung weiss es sehr gut: Zentrale Lage kann gut sein, bringt aber nicht nur Vorteile. Der Verkehr ist eines der Übel, wie auch die «Wildparkiererei». Anwohner nervt es schon lange: An den Wochenenden stehen sozusagen Autos aus der ganzen Schweiz auf öffentlichem Gemeindegebiet. Es soll häufig vorkommen, dass sich Fahrgemeinschaften just in Egerkingen treffen und dann die «restlichen» Autos vorübergehend stehen lassen – ebenfalls auf öffentlichem Gemeindegebiet.

Oder Auswärtige wollen wandern gehen – an und für sich eine tolle Idee – und verparken auf unbestimmte Zeit die Strassen. Wenn in der Kirche ein Event ist, so wird die Martinstrasse verparkt. Bei den Wohnstrassen sind vor allem die Bachmattstrasse und die Dünnernstrasse betroffen, und dies während der ganzen Woche, beidseitig. Damit soll bald einmal Schluss sein. Der Gemeinderat hatte die Werkkommission damit beauftragt, mit der Firma Kontextplan AG (Solothurn) eine geeignete Parkplatzbewirtschaftung zu erarbeiten. Die Firma mit Hauptsitz in Bern erarbeitet Strategien, Konzepte, Planungen und Projekte zur Optimierung bestimmter Verkehrssituationen.

Es kamen über hundert Leute

Am Dienstagabend veranstalteten Egerkingens Behörden schliesslich einen Informationsanlass, zu dem über hundert Interessierte gekommen waren. «Erfreulich war, dass sich viele junge Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in die Diskussionen einbrachten», so Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi. In der Gemeinde sei man daran interessiert, dass endlich Ordnung einkehre. Klar, es müssten zahlreiche Leute eine Parkkarte für 150 Franken im Jahr kaufen, auch Gemeindeangestellte. Tageskarten werden auch erhältlich sein. An zwei Standorten sind zudem Parkuhren geplant: beim Gemeindehaus und beim Mühlemattschulhaus, wie die Gemeindepräsidentin erklärt. Die Bewirtschaftung dieser Parkautomaten würde ausschliesslich durch die Kantonspolizei Solothurn vorgenommen. «Die Gemeinde profitiert absolut nichts von diesen Bussengeldern», so Bartholdi.

Gäupark – siebenjährige Pendenz

Doch auch von den Parkgebühren, die im Gäupark anfallen würden, hat die Gemeinde absolut nichts. Zumal dort bislang noch gar keine Kosten zum Parkieren erhoben werden. «Noch», wie Johanna Bartholdi sagt, denn: «Seit dem Jahr 2004 besteht eine Vereinbarung zwischen den Gäupark-Verantwortlichen und dem VCS, wonach Parkgebühren erhoben werden müssten.» Es handelt sich somit um eine gut siebenjährige Pendenz. Sobald die Aldi-Filiale im oberen Dorfteil eröffnet ist, wird sich dies angeblich ändern. Ab diesem Zeitpunkt soll auch der Gäupark seine Parkplätze bewirtschaften. «Die Verantwortlichen des Gäuparks wissen, was auf sie zukommt.»

Änderungen und Korrekturen?

Alle Einwohnerinnen und Einwohner haben nun bis 24. Februar Zeit, schriftlich Änderungs- und Korrekturvorschläge anzubringen. «Die Hinweise werden durch die Werkkommission aufgenommen und in das Reglement einfliessen. Dieses wird eine mehrheitsfähige Lösung darstellen», verspricht Johanna Bartholdi.

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