Aedermannsdorf
Bischof Felix Gmür verbindet sechs Gemeinden zu einem Pastoralraum

Seit letztem Sommer arbeiten die Gemeinden Aedermannsdorf, Gänsbrunnen, Herbetswil, Laupersdorf, Matzendorf und Welschenrohr im Pastoralraum Dünnernthal zusammen. Am Sonntag wurde dieser durch Bischof Felix Gmür offiziell errichtet.

Regina Fuchs
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Bischof Gmür errichtete den Pastoralraum Dünnernthal offiziell.
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Der erste Pastroralraum wird errichtet
Die Pfarrkirche in Aedermannsdorf war gut gefüllt
Aedermannsdorf: Der erste pastrorale Raum im Kanton Solothurn wird errichtet
Umrahmt wurde der Festgottesdienst von den Kirchenchören der Gemeinden Laupersdorf, Matzendorf, Herbetswil und Welschenrohr
Bischof Gmür In seiner Predigt erwähnte er die Wichtigkeit jedes Einzelnen in einer Pfarrei.
Parr-Resignat Marc Ntetem beim Bischof
Die sechs Kerzen stehen bereit, um nach dem Gottesdienst «nach Hause» getragen zu werden.

Bischof Gmür errichtete den Pastoralraum Dünnernthal offiziell.

Felix Gerber

Mit einem feierlichen Einzug wurde der Gottesdienst in der Pfarrkirche Aedermannsdorf eröffnet. Begleitet wurde der Bischof von Pfarrer Raimund Obrist, Pastoralassistent Jure Ljubic, Pater Ivan Bebek, Pfarresignat Marc Ntetem sowie Gudula Metzel als Vertreterin der Bistumsregion. Da die sechs Pfarreien nun miteinander verknüpft sind, wählte man passend dazu als Symbol das Netz. Die Kirche wurde dazu mit einem solchen geschmückt, und darauf für jede Pfarrei in einer anderen Farbe ein Fisch angebracht. Passend dazu auch das Lukasevangelium 5, 1-11, in welchem Jesus Simon Petrus zum Menschenfischer benannte.

In seiner Predigt erwähnte Bischof Felix die Wichtigkeit jedes Einzelnen in einer Pfarrei. Früher war es der Priester, der für sämtliche kirchlichen Belange alleine zuständig war. Heute ist eine Pfarrei auf viele helfende Hände angewiesen, viele Menschen, die wie ein Netz zusammenhalten. Im Thal arbeiten die Gemeinden Aedermannsdorf, Herbetswil und Matzendorf später auch die Gemeinde Welschenrohr seit 20 Jahren in einem Pfarreienverband zusammen. Eine solche Zusammenarbeit bedinge, dass sich der eine auf den anderen verlassen könne. Es bedinge ebenso Respekt und, um auf die Lesung aus dem Korintherbrief 12 zurückzukommen, auch gegenseitige Liebe. Der Bischof wünschte zum Schluss seiner Predigt allen viel Vertrauen bei der zukünftigen Zusammenarbeit und verwies auf folgendes Gebet: «Hilf uns Gott, dass wir die Menschen so lieben, wie du sie liebst.»

Das Fundament steht

Für eine Errichtung eines Pastoralraums gebe es ein Dekret, dieses vorzulesen, darauf verzichtete der Bischof. Zusammen mit dem eingesetzten Leiter des Pastoralraums, Pfarrer Raimund Obrist, bekannte die Gemeinde das Glaubensbekenntnis. «Hiermit errichte ich den Pastoralraum Dünnernthal», mit diesen Worten überreichte Bischof Felix Gmür den verantwortlichen Geistlichen unter Applaus je eine Urkunde.

Als weiteres Zeichen der Verbundenheit trug aus jeder Gemeinde eine Person eine Fürbitte vor, dies wiederum passend zum Thema Netz. Während dem Gottesdienst wurden neben dem Altar sechs Kerzen angezündet, jede von ihnen mit dem Logo des Pastoralraums sowie einem farbigen Strich - analog der Farben der Fische im Netz. Nach der Eucharistiefeier konnten die sechs Lektorinnen und Lektoren diese Kerzen symbolisch in ihre eigene Kirche nach Hause tragen, wo sie als Zeichen der Zusammenarbeit leuchten mögen.

Der Präsident des Pastoralraums, Beat Bader, bedankte sich zum Schluss bei allen, die beim Aufbau tatkräftig mitgearbeitet haben. Er verglich den Pastoralraum mit einem Haus: Das Fundament und die Wände stünden nun, was noch fehle, sei das Leben, welches durch die Menschen aller Pfarreien eingebracht werde.

Eindrücklich umrahmt wurde der Festgottesdienst von den Kirchenchören der Gemeinden Laupersdorf, Matzendorf, Herbetswil und Welschenrohr unter der Leitung des Dirigenten Herr Akira. Der vereinigte Chor sang aus der zweiten Cäcilienmesse von Josef Gruber. Im Anschluss waren alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher zu einem Apéro im Pfarrsaal eingeladen, umrahmt von der Musikgesellschaft Konkordia Aedermannsdorf.