Olten

Bis vom «Goldenen Ochsen» nichts mehr bleibt

Vincenzina Siegenthaler, Olten, mit Porzellangans. HR. Aeschbacher

Vincenzina Siegenthaler, Olten, mit Porzellangans. HR. Aeschbacher

Flohmarkt rund um den «Goldenen Ochsen», eines der städtischen Hip-Restaurants an der Ecke Hübelistrasse/Ringstrasse in Olten, war angesagt.

Die Kaufwilligen und Gwundrigen standen schier Schlange, um eine der begehrten Trophäen, vom Tafelservice über Vorhangstange, Aschenbecher bis hin zum Deko-Material, zu erhaschen. Für die ehemalige Wirtin Josy Oesch ein gutes Zeichen. «Das breite Interesse gefällt mir; viele ehemalige Kunden und andere Interessierte kamen bereits spontan vorbei.»

Der Frage nach aufkommender Wehmut begegnet sie mit einem kurzen Lachen. Bislang habe sie keine Zeit dafür gehabt. Es gab zu viele Dinge, die für den Flohmarkt aufbereitet werden mussten. 24 Jahre «Goldener Ochsen», da komme doch einiges zusammen. Berauschend, was an Inventar so alles anfällt: Selbst Krawatten, einst fürs Servicepersonal gedacht, liegen ebenso verkaufsfertig bereit wie Halblarven, Steckhühner oder gold- und silberfarbene Eier.

Ab in die Mulde

Peter Oesch ist derweil mit Gröberem beschäftigt. Er leert allerlei Unbrauchbares in eine Mulde. «Ein bisschen Wehmut ist schon dabei», gesteht er freimütig ein. «Am 9. Januar ist Schlüsselübergabe, dann schau ich mir den ‹Ochsen› bloss noch von aussen an.» Nach der Hausleerete will er ein paar Tage Distanz gewinnen, wie er sagt, um als Pächter Mitte März das Golfclub-Restaurant Heidental in Stüsslingen zu übernehmen. «Kulinarisch wirds im ähnlichen Stil weitergehen», verrät Oesch. Und was einen guten Wirt ausmacht, verrät er ebenfalls: «Ein guter Wirt ist Gastgeber; und Gastgeber kann nur sein, wer anwesend ist.»

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