Wangen bei Olten

Bis Anfang 2020 will die Gemeinde den Pfefferli-Hof gekauft haben

Im Pfefferli-Hof soll es mit der Kinderbetreuung im Januar 2020 losgehen.

Im Pfefferli-Hof soll es mit der Kinderbetreuung im Januar 2020 losgehen.

Die Wangner Stimmberechtigten wollen den Pfefferli-Hof für den Kita-Betrieb mieten, doch der Vertrag könnte überflüssig werden.

Das Geschäft am Montagabend an der Gemeindeversammlung war unumstritten: Einstimmig segneten die 55 Stimmberechtigen den Mietvertrag mit dem Kanton für den Pfefferli-Hof an der Mittelgäustrasse 1 ab. Für 1000 Franken pro Monat kann die Gemeinde Wangen bei Olten in den nächsten fünf Jahren die Liegenschaft mit der 5½- und der 6½-Zimmer-Wohnung inklusive Remise und einem Teil der Wiese nutzen.

Der Entscheid des Souveräns wurde nötig, weil niemand im Gemeinderat gemerkt hatte, dass die jährlich wiederkehrende Ausgabe von insgesamt 12'000 Franken die Kompetenz des Gremiums um 2000 Franken überschreitet. Die zuständige Gemeinderätin Bettina Widmer entschuldigte sich nochmals für den «blöden Fehler», welche die ausserordentliche Versammlung überhaupt erst nötig machte. Ein Kritiker des Geschäfts, der SVP-Gemeinderat Christian Riesen, war am Montagabend ferienhalber nicht anwesend.

Ob die Unterschrift unter den Mietvertrag mit dem Kanton überhaupt nötig wird, ist allerdings offen. Gemeindepräsidentin Daria Hof erklärte auf die Frage einer Anwesenden, dass die Gemeinde die Liegenschaft und das dazugehörige Areal Danzmatt bis Anfang 2020, wenn der Mietvertrag in Kraft treten soll, gekauft haben möchte. Der Kanton verlangt dafür eine Million Franken. Der Mietvertrag würde dann überflüssig. In der letzten Gemeinderatssitzung vor den Sommerferien sagte Hof, dass das Kaufgeschäft an der Gemeindeversammlung im Dezember präsentiert werden soll.

Sternekita startete mit Kinderhort und Mittagstisch

Bereits Mitte Juni hat der Souverän grossmehrheitlich die Instandstellungsarbeiten und Umbaukosten für die geplante Kindertagesstätte von 160'000 Franken im Pfefferli-Hof genehmigt. Diese Ausgaben wären nach neun Jahren mit den Mietzinseinnahmen wieder reingeholt. Die Betreiberin Sternekita bezahlt nämlich im ersten Jahr 24'000 Franken, ab dem zweiten Jahr 30'000 Franken jährlich an die Gemeinde.

Am ersten Schultag hat das Unternehmen ihre insgesamt vierte Filiale mit dem Betrieb des Kinderhorts inklusive Mittagstisch in einem Zimmer im erweiterten Alpschulhaus eröffnet. Per Anfang 2020 wird der Kinderhort in den Pfefferli-Hof zügeln. Dort kommt dann zusätzlich der Betrieb einer Kindertagesstätte dazu.

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