Die 21. Oltner Tanztage finden kommende Woche vom 16. bis 20. November 2016 statt und präsentieren ein hochstehendes Programm voller Überraschungen und verschiedener Ausrichtungen.

Die Eröffnung mit Ballett Junior de Genève zeigt eine Tanzcompagnie von jugendlicher Strahlkraft, unbändiger Energie und Bewegungsfreude. 24 Tänzerinnen und Tänzer verzaubern das Publikum mit unterschiedlichen Werken von Abstraktion bis Narration unter der Choreografie von Eyal und Behar, Marshall und Ossola. Eine Welt voller Faszination und besonderer Ausstrahlung wartet.

Sieben Frauen, die Cie. Linga, geben mit «Ona» ihren Atem und ihre ganze Kreativität zum Besten. Die Aussage: Man wird nicht als Frau geboren, man wird sie. Ganz im Sinne von Simone de Beauvoir, «Le Deuxième Sexe».

Am Samstag treffen zwei Choreografien aus Frankreich von feinster Qualität aufeinander, die erstmals in der Schweiz auftreten. Im Solo einer Frau und der Choreografie für sieben Männer wird Tanz auf eine besonders tiefe Art vermittelt und auf Inhalte neugierig gemacht: «L’ Étrangère» und «Bêtes de Scène».

Nathalie Pubellier wird mit L’Étrangère (die Fremde) in einer Choreografie von Jean Gaudin Grenzen der Befindlichkeiten zwischen dem, was Frau und dem, was Mann ist, spielerisch auflösen. Sieben Tänzer der Cie. les Orpailleurs – unter anderem Jean Gaudin – präsentieren mit «Bêtes de Scène» (Bühnentier) eine Choreografie für sieben Männer von Jean-Christophe Bleton.

Alle sind Tanzpersönlichkeiten und Choreografen der französischen Tanzszene mit eigenen Compagnien. Sie zählen zusammen 408 Lebensjahre. Beweisen müssen sie nichts mehr. Sie spielen und tanzen mit Humor und Poesie.

Weisheit, Kunst, Schönheit

Am Sonntagabend wird die Cie. Unplush (Choreografie von Marion Zurbach) das Tanzstück «My Box» präsentieren: Was ist Weisheit, Kunst und Schönheit? Lass uns die Welt neu erobern (Solotanz: Maria Demandt).

Die Tanzcompagnie Arch 8 aus Holland mit Choreograf Erik Kaiel wird den Abschluss der 21. Oltner Tanztage bestreiten: «O’Snap» ist eine Produktion, die in Afrika und Europa mit grossem Erfolg Jugendliche und Erwachsene begeistert hat. Der urbane, akrobatische Tanzstil zitiert Breakdance und zeitgenössischen Tanz auf einmalige Art.

Thematisiert werden die Unterschiedlichkeiten der Kulturen und der Menschen, die sich im Tanz begegnen können. Freundschaft, Verbundenheit und die schlichte Tatsache, dass das Ich auch vom Wir bestimmt wird.

Workshops am Wochenende

Das diesjährige Rahmenprogramm beinhaltet auch einen Urban Dance Workshop mit der Cie. Arch8 am Samstag und Sonntag.

Der Tanzfilm «Feuer bewahren – nicht Asche anbeten», ein Dokumentarfilm über Martin Schläpfer, Ballettdirektor und Chefchoreograf an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg, wird am Donnerstag präsentiert.