Eisstadion Kleinholz

Bevor das Eis zu schmelzen droht: Stadtrat will 725'000 Franken für den Ersatz der Kälteanlage

Damit die Kunsteisproduktion im Kleinholz sichergestellt ist, muss die Kälteanlage ersetzt werden. Kostenpunkt für die Stadt: 725 000 Franken.

Der Oltner Stadtrat will eine Summe von 725'000 Franken für den Ersatz der Kälteanlage im Eisstadion Kleinholz vom Parlament bewilligt haben. Die Anlage habe bereits seine Lebensdauer überschritten.

725 000 Franken möchte der Stadtrat durch das Parlament bewilligt sehen. Zugunsten der Sportpark Olten AG, welche die Summe wiederum für die Neuanschaffung der Kälteanlage nutzt. Unterstützt wird das Vorhaben auch vom kantonalen Lotterie- und Sportfonds. Im Zusammenhang mit weiteren Bauvorhaben der Sportpark Olten AG über rund 980 000 Franken, darunter der bereits erwähnte Ersatz Kältezentrale (750 000 Franken) kommen noch Investitionen in die Bandenanlage Halle (184 000 Franken) und die Bandenanlage Ausseneis (32 500 Franken) hinzu. Dafür hat der Lotterie- und Sportfonds 98 000 Franken zugesichert.

Restlebensdauer ist schon länger bekannt

Dass die Kälteanlage bereits vor knapp zehn Jahren noch mit einer Restlebensdauer von rund zehn Jahren veranschlagt wurde, hebt der Stadtrat in seiner Botschaft ans Parlament deutlich hervor. Diese Einschätzung erwies sich eigentlich auch als richtig. Im Dezember letzten Jahres nämlich erlitt einer der beiden Kompressoren einen «massiven Schaden», wie die Botschaft des Stadtrats ausführt. Dessen Reparatur kostete rund 50 000 Franken. Um die Gefahr rund um die beiden vom Ausfall bedrohten Kompressoren zu entschärfen, entwickelte die Sportpark AG Notfallszenarien mit einer mobilen Kühlanlage. Die getätigten Investitionen hiefür nahmen rund 7500 Franken in Anspruch. In seiner Botschaft ans Parlament unterstreicht der Stadtrat auch, seitens der städtischen Politik sei immer wieder betont worden, «dass es Sache der EHC Olten AG sei, allfällige Investitionen in diversen dem Profisport zugeordneten Bereichen selbst zu tätigen.» Gleichzeitig macht die Exekutive darauf aufmerksam, dass die EHC Olten AG dieser Forderung nachkomme. Der Stadtrat spricht dabei von einem investierten siebenstelligen Betrag, doch wären weder dem Stadtrat noch der Sportpark Olten AG die genaue Summe bekannt.

Wie Pierre Hagmann, Mediensprecher der EHC Olten AG auf Anfrage erklärt, sei die Sportpark Olten AG beziehungsweise der Oltner Stadtrat grundsätzlich im Bild über die vom Klub getätigten Investitionen; zumindest informell und im groben Rahmen. Und: «Der EHC Olten erteilt bei Bedarf gegenüber der Stadion-Vermieterin Sportpark AG selbstverständlich gerne offiziell und detailliert Auskunft über die Höhe und Art dieser Investitionen.» Und schliesslich: Im letzten Jahrzehnt habe die EHCO AG einen namhaften siebenstelligen Betrag in die Infrastruktur investiert.

Aus steuerlich-rechtlichen Gründen wird der Betrag von 725 000 Franken à fonds perdu gewährt. Ohne diese Praxis würde der Beitrag der Stadt der Gewinnsteuer (rund 22 Prozent des Betrages) unterliegen. «Da aus Sicht der Steuerbilanz ein Mehrwert vorliegt, erfolgt die Finanzierung der Stadt mittels Investitionsrechnung», so die Botschaft ans Parlament. Dieses entscheidet über den Kredit an seiner Novembersitzung.

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