Die Stimmung unter den geladenen Gästen zur Eröffnung der Stadttheatersaison am Freitagabend: prächtig. Was Wunder bei dem Programm, welches Intendant Herbert Schibler, der sich – bei aller Bescheidenheit – lieber als Geschäftsführer anreden lässt, mit seinem Team für die Saison 2017/18 zusammengestellt hat.

Ein paar Worte

Aber bevor Andrej Hermlin & his Swing Dance Orchestra die Bühne im Theatersaal eroberten, waren ein paar Worte fällig; etwa von Stadträtin Iris Schelbert-Widmer, die im Namen des Verwaltungsrates der Stadttheater AG diskret – aber dennoch pointiert – vermerkte, dass Olten in der nationalen Theaterlandschaft keineswegs ein blinder Fleck und damit ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor sei.

Im Gegenteil, betonte Regierungsrätin Susanne Schaffner bei ihrer Eröffnungsansprache wenig später: manch einer aus Olten betone das Erlebnis eines kulturellen Hochgenusses in Zürich. «Und dabei hat er noch nicht mal bemerkt, dass er diesen auch in Olten hätte haben können», so die Regierungsrätin pikant.

Lob für den Herr des Hauses

Und wem dies zu verdanken ist, das machte Susanne Schaffner ebenfalls klar: Herbert Schibler. Sie frage sich immer, wie der Mann es schaffe, all die Grössen des Wort- und Musiktheaters nach Olten auf die Bretter des Stadttheaters zu lotsen.

Dabei hatte der Geschäftsführer die Antwort schon auf den Lippen, indem er nur wenig später seinen Sponsoren, Gönnern und andern zugewandten Personen dankte. Ohne dabei das treue Stammpublikum zu vergessen, welches das Haus gestern Abend schier bis unters Dach füllte. Für gewöhnlich nennt man diesen Zustand eines Kulturhauses schlicht und einfach: ausverkauft.

Losgelegt

Und dann; dann legten sie los, kurz von dreiviertel acht: Andrej Hermlin & his Swing Dance Orchestra. Immer gern gesehene Gäste in Olten, ist dieser Formation kein George Gershwin, kein Benny Goodmann und kein Glenn Miller fremd. Da zittern sogar die filigranen Zierschlaufen der Swingballerinas, die einige wirklich wilde Freundinnen dieses Musikstils extra angezogen hatten. Tja, so lässt es sich leicht behaupten: Da geht die Post ab.