Olten

Besucherandrang bei Baustellenfest in Stadtkirche

Architekt Peter Humm (5. von links, mit Brille) leitet die Besucherschar auf einer Führung durch die Stadtkirche.

Architekt Peter Humm (5. von links, mit Brille) leitet die Besucherschar auf einer Führung durch die Stadtkirche.

Positive Bilanz des Baustellenfests in der Stadtkirche Olten: Bis zu 500 Besucher konnten die Christkatholiken vergangenes Wochenende zählen. Die Veranstalter sind zufrieden.

Vor dem letzten Samstag war für die Organisatoren, die Baukommission und die Mitglieder der christkatholischen Kirchgemeinde Olten und Umgebung, eines ungewiss: Würde sich das für die breite Öffentlichkeit gedachte Baustellenfest mit dem gleichentags und gleichenorts stattfindenden 2-Stunden-Lauf vertragen?

Um es vorwegzunehmen: Die beiden Anlässe konkurrenzierten einander nicht. Vereinzelt schaute man auch bei der jeweils anderen Veranstaltung vorbei.

Die Bilanz liess sich am Samstagabend sehen: Bis zu 500 Besucher waren im Verlaufe des Tages gekommen, um sich die Stadtkirche anzusehen, rund 270 von ihnen nahmen die Gelegenheit wahr, an insgesamt acht Führungen durch Pfarrer Kai Fehringer, Architekt Peter Humm, Baukommissionspräsident Peter Schibli, Kirchgemeindepräsident Kurt Stutz sowie Kirchgemeinderat Peter Temperli die Stufen der Gerüste zu erklimmen und sich die Geschichte der von 1806 bis 1813 erbauten und Mitte der 1960er-Jahre letztmals renovierten Stadtkirche anzuschauen.

Speziell für die Besucherinnen und Besucher war, dass sie unter anderem die Michelangelo nachempfundenen Fresken an der Decke sowie die Stuckaturen einmal aus der Nähe betrachten konnten. Vorausgesetzt natürlich, man war schwindelfrei.

Grosses Interesse in Bevölkerung

Peter Schibli konnte Bilanz ziehen: «Ich hätte nie gedacht, dass sich so viele Leute für dieses für die Stadt Olten so wichtige Bauwerk interessieren.» Für viele sei es überraschend gewesen zu sehen, welche Geschichte hinter den Malereien stecken oder auf welche Art und Weise sich die Innensanierung baulich vollzieht.

Das Baustellenfest und der 2-Stunden-Lauf hätten sich zudem gut ergänzt. «Bei den Führungen habe ich den Geist der Oltner gespürt, und die Oltner spürten ihre Kirche wieder», hielt Schibli fest. Auch Kurt Stutz war sehr zufrieden mit dem Verlauf des Tages. «Das Interesse der Bevölkerung an der Stadtkirche war gross.»

Das Baustellenfest wurde von den Mitgliedern des christkatholischen Frauenvereins Region Olten unterstützt: Viele der Frauen aus den ehemaligen Ortskirchgemeinden Dulliken-Starrkirch, Olten-Wangen, Trimbach sowie Hägendorf und Umgebung sorgten zusammen mit den Kirchgemeinde-Mitglieder, dass die Gäste zu einem Imbiss kamen und sich nachher an Kaffee und selbstgemachten Kuchen erfreuen konnten. Und auch finanziell konnte nebenbei ein Zustupf zur Renovation der Stadtkirche generiert werden. (bw)

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